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Durchsuchung wegen Betrugsverdacht: Diestel vertritt jetzt Ex-Minister Krause und Familie

5. März 2018

Der ehemalige Bundesminister für Verkehr Günther Krause hat sich prominenten juristischen Beistand gesucht. Der 64-Jährige, der inzwischen mit Familie in Knüppeldamm bei Röbel lebt, hat derzeit mit drei juristischen Verfahren zu tun, wie die Zislower Kanzlei von Anwalt Peter Michael Diestel – dem ehemaligen DDR-Innenminister – kürzlich mitteilte.
Dabei geht es um das modernisierte Bauerhaus, für das bisher der Kaufpreis von 459 000 Euro laut Gericht nicht bezahlt wurden (WsM berichtete).

Ein weiteres Verfahren in Potsdam steht im Zusammenhang mit einer Insolvenz einer Beratungsfirma Krauses, wo ebenfalls ein Prozess ansteht. Dazu kommt nun auch der Verdacht des Betruges, weshalb die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg ermittelt. Besonders interessant in dem Zusammenhang: Am 27. Februar – als die Anwälte der Familie Krause am Landgericht Neubrandenburg mit den früheren Hausbesitzern, die noch kein Geld sahen, einen Vergleich schlossen – nach dem Krauses Frau nun bis 27. März die Kaufsumme bezahlen oder bei Nichtzahlung das Haus dann sogar räumen soll – durchsuchten Ermittler das Anwesen in Knüppeldamm.

Laut Staatsanwaltschaft wird wegen Verdacht des Betruges gegen Krause, seine Frau und einen weiteren Beteiligten ermittelt. Bei der Durchsuchung sollen auch Unterlagen sichergestellt worden sein, deren Auswertung aber noch andauert.

Am vergangenen Wochenende war das Anwesen noch belebt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Villa – wie ein großes Nachrichtenmagazin das Anwesen nannte – sondern um ein ehemaliges Siedlungshaus. Es soll schon 80 Jahre im Familienbesitz der enttäuschten Verkäufer gewesen sein. Dort seien die früheren Hausanbauten, in denen sich meist Ställe oder Scheunen befanden, großzügig ausgebaut worden, hieß es von den Ex-Besitzern. Terrassenfenster führen in einen mehr als 120 Meter langen Garten, der sparsam parkähnlich angelegt und mit Sträuchern vor Einblicken Neugieriger geschützt ist. Ein Stück weiter grasen Pferde.

Ob das Ziel der Anwaltskanzlei Diestels ist, dass die Familie des Ex-Ministers weiter in dem kleinen Ort wohnen bleibt, dass ging aus dem Schreiben noch nicht hervor. Wörtlich hieß es. „Aufgabe unserer anwaltlichen Vertretung wird es sein, nachzuweisen, dass Herr Prof. Dr. Krause als engagierter Unternehmer zahlreiche wirtschaftliche Projekte erfolgreich und verantwortungsbewusst vorangetrieben hat. Unsere Aufgabe wird es auch sein, Fehler, die Herr Prof. Dr. Krause möglicherweise zu verantworten hat, konstruktiv aufzuarbeiten und in dieser Weise mit Ermittlungsbehörden und Gerichten zusammenzuarbeiten.“


3 Antworten zu “Durchsuchung wegen Betrugsverdacht: Diestel vertritt jetzt Ex-Minister Krause und Familie”

  1. Landei sagt:

    Seid wann trägt der Krsuse auch noch einen Professor Titel ?
    Aber Professor & Doktor Titel sollten soviel Verstand mit sich bringen das man seinen Verpflichtungen nachkommt, selbst wenn der Kaufvertrag durch die Ehefrau geschlossen wurde, es leben ja doch beide dort.

  2. Wikipedia sagt:

    „Krause musste im Jahr 2001 einen Offenbarungseid leisten. Er wurde im Revisionsprozess um die millionenschwere Insolvenz seiner Firma Aufbau Invest am 24. März 2009 vom Bundesgerichtshof (BGH) zu einer Haftstrafe von vierzehn Monaten auf Bewährung verurteilt.“

    Der Herr hat Erfahrung beim Thema Insolvenz.

  3. Elimar sagt:

    Professor Krause wird es richten. Er ist, wie wir wissen, Hans-Dampf-auf-allen-Knüppeldämmen, um nicht zu sagen Daniel-Günther Neutrinotrieb. Unentwegt plagte er sich mit der Erforschung von perpetuum mobile, vor allem monetären. Bislang sind alle stehen geblieben: Immer wurde mehr Geld von Anderen reingesteckt, als für ihn rauskam. Warum sich die, die im gutgläubig was überlassen und die Staatsanwaltschaft dafür interessieren, verstehe wer will. Wer mit Günther K. Geschäfte macht, konnte es vorher wissen. Es ist eben problematisch mit den perpetuum mobile. Hinterm Knüppeldamm konnte er letztlich in Ruhe schöpferische Kraft entfalten und ist der Lösung des Problems näher gerückt. Er möchte die Energie von Abermilliarden Neutrinos, die All, Erde, Menschen und mich durchströmen, anzuzapfen. Beim Patentamt blitzte er damit ab, weil dies den physikalischen Gesetzen widerspricht, aber vielleicht finden sich wieder Gläubige. Meine Neutrinos bekommt er nicht. Und so bin ich schuld, wenn sein nächstes Mobile stehen bleibt.

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