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Eigentümer lässt keinen Zweifel: Müritz Hotel ohne Zukunft

19. August 2014

KL1Die Lage spitzt sich weiter zu: Nachdem sich die Mitarbeiter des Müritz Hotels Klink gestern Vormittag erneut in einem offenen Brief an den Eigentümer des Hauses, die AVILA Management & Consulting AG, gerichtet und die fehlende Reaktion auf den ersten Brief kritisiert haben, meldete sich am Nachmittag AVILA-Chef Douglas Fernando zu Wort. Fazit seiner Erklärung: Das Müritz Hotel hat keine Zukunft!

Wie Fernando schreibt, sei im Februar 2011 ein Pachtvertrag mit der Müritz Hotel GmbH geschlossen worden, der es den Betreibern ermöglicht habe, ohne Zahlung von Pacht, das Haus bis Ende Dezember 2013 weiter zu führen. „Das Grundstück wurde damals von uns mit dem alleinigen Ziel der Verwirklichung eines Hotelneubaus erworben. Eine Übernahme des Hotels war nie geplant“, so Douglas Fernando.  Deshalb habe AVILA auch nicht die Verantwortung für die Mitarbeiter des Müritz Hotels übernommen. Die liege und lag in der Verantwortung des Geschäftsführer der Müritz Hotel GmbH. „Das vereinbarte Ende des Pachtvertrages zum 31. 12. 2013 sollte deshalb auch der Geschäftsführung der Müritz Hotel GmbH die Möglichkeit geben, für die Mitarbeiter sozialverträgliche betriebliche Vorkehrungen in aller Ruhe vorbereiten zu können“, heißt es in der AVILA-Mitteilung.

Keinen Konsens gefunden

Das langfristige Ziel des Eigentümers sei, den touristischen Standort Klink so zu entwickeln, dass er für eine langfristige und nachhaltige Zukunft hervorragend aufgestellt ist. „Nach nicht nur unserer Auffassung ist dafür ein Neuanfang auf dem Hotelgelände notwendig. Dass dieser Neuanfang mit dem alten Baukörper des Müritz Hotels, der nicht mehr den qualitativen und technischen Anforderungen der heutigen Zeit genügt, nicht durchgeführt werden kann, war seinerzeit bekannt, woran sich bis zum heutigen Tage auch nichts geändert hat“, schreibt Douglas Fernando.

In Gesprächen mit den Pächtern sei man bemüht gewesen, ein gemeinsames und schonendes Vorgehen zu finden, beispielsweise habe man auch über einen gleichzeitigen Neubau bei Erhaltung des Teilbetriebes gesprochen. Doch leider hätte man keinen Konsens gefunden.

Douglas Fernando macht zudem klar, dass die Entscheidung, das Ende des Müritz Hotels zu besiegeln, nicht in Zusammenhang mit der seiner Auffassung nach unrechtmäßigen Kappung der Versorgung der Ferienhäuser (wir berichteten), stehe.

Am Vormittag hatten die Mitarbeiter des Müritz Hotels in einer Mail kritisiert, dass Fernando auf ihren offenen Brief nicht geantwortet habe und dies als „Verachtung gegenüber den Menschen“ bezeichnet. Sie fragen zudem, was es mit den vielen Grundstücksbesichtigungen auf sich habe und vermuten Verkaufsabsichten. Außerdem spekulieren sie, dass AVILA eventuell die Müritz Klinik in Klink, die ihr ebenfalls gehöre, touristisch ausbauen will und das Müritz Hotel deshalb im Weg ist.


11 Antworten zu “Eigentümer lässt keinen Zweifel: Müritz Hotel ohne Zukunft”

  1. reggentin sagt:

    es wird für die Mitarbeiter ganz dicke kommen sie sollten auf der suche nach neuen Arbeitsplätzen jetzt beginnen und nicht abwarten ich denke mal sie werden fallen gelassen wie eine heiße kartoffel,die geschäfstleitung paßt schon auf das sie nicht leer ausgehen aber der kleine ?? es ist doch bekannt wie es läuft.
    auf jeden fall muß der DDR bau weg und was neues her denn unsere müritz ist voll angesagt und das wissen sie

  2. cheekily sagt:

    Letztlich sollte es in der Auseinandersetzung zwischen Grundstückseigentümer AVILA und dem Hotelbetreiber, Müritz Hotel GmbH, nicht darum gehen, wer Recht hat oder Recht bekommt. Schade, dass alles über die Presse laufen muss und offensichtlich nicht untereinander im direkten Austausch stattfindet sondern in aller Öffentlichkeit. Das alte Gebäude Müritz Hotel aus den 70 er Jahren wird nicht unendlich lange Bestand haben können. Aber so lange der Grundstückseigentümer keinerlei Planungs- und Baurecht erlangt hat für angeblich neue Vorhaben, sollte das Müritz Hotel weiterbetrieben werden. Es geht um den Erhalt der Arbeitsplätze und möglichst um einen Übergang in ein neues Hotelgebäude auf dem Grundstück. Solange die Marktakzeptanz für das alte Haus bei den Gästen gegeben ist und die neuen Vorhaben des Grundstückeigentümer wegen fehlenden baurechtlicher Grundlagen nicht in Angriff genommen werden können, sollte der jetzige Hotelbetreiber, die Müritz Hotel GmbH, weitermachen. Der Eigentümer, AVILA, hat eine Verantwortung zum Erhalt der Arbeitsplätze in der alten Immobilie und zum Betriebsübergang in ein neues Hotelgebäude. Vielleicht hat er dies erst jetzt erkannt und will nun über die Medien Stimmung gegen das Hotel machen und dem Betrieb schaden, damit dieser möglichst bald aufgeben muss.

  3. Alt Warener sagt:

    Auch wenn mir diese ‚AVILA Management & Consulting AG‘ unheimlich vorkommt, irgendwie habe ich in Erinnerung das von Anfang an von einen Abriss dieses Gebäudes (in der Presse) geschrieben wurde. Hat es die Geschäftsleitung des Hotels nicht ernst genommen und gehofft alles bleibt so wie es ist?

    Ich denken auch, die dummen sind wieder mal die Angestellten, weil es gibt keinen Sozialplan oder sonst etwas. Schluss und aus von einen auf den anderen Tag. Nicht einfach, aber die Geschäftsleitung wird wissen warum sie nicht früher gehandelt haben.

    Ich denke dieses Grundstück wird erst einmal so enden wie alle anderen in und um Waren,
    Als Beispiel: Der Müritzring (hätte sicher noch viele Urlauber gut versorgt, wenn nicht vorschnell verkauft/abgerissen worden wäre). Dann die ganzen Hotels die am Hafen entstehen sollten, die Feisneck (Pionierlager), der Seepark (da sollten eigentlich schon jetzt Urlauber ihren Urlaub genießen usw.

  4. Ich würde mal so sagen mit dem alten Hotel bring es nicht mehr also viel ,schade für
    die Mitarbeiter aber auch bei einen neuen Beginn in Form eines Neubau haben sie doch wieder eine möglichkeit Hier wieder neu zu beginnen, natürlich muß der AVILA das halten was er jetzt noch immer im hinterhalt Verschweigt.

  5. Dennis S. sagt:

    An alle die schreiben dass das Hotel nichts mehr bringt. Das Hotel ist seit Mai fast zu 100% ausgebucht.
    Denn Kinder und denn Gästen gefällt es hier, sie brauchen kein 4 oder 5 Sterne Hotel.
    Das haben wir in Göhren-Lebbin und die sind ja fast pleite weil die Promis nicht an die Müritz fahren.

  6. Otto sagt:

    Diese ganze Diskussion um das Müritz – Hotel in Klink erinnert an ein Pokerspiel.
    Zwei alte machtbesessene “ Geschäftsmänner “ spielen um ein Hotel .
    Der Einsatz des einen sind mehr als 100 Arbeitsplätze , der Einsatz des anderen , die an diese Arbeitsplätze geknüpften
    Existenzen ganzer Familien .
    Das ist Kapitalismus pur . Ich muß immer wieder feststellen , das meine damalige Staatsbürgerkunde Lehrerin nicht
    übertrieben hat .
    Meine Herren !
    Man spielt nicht mit Arbeitsplätzen und den damit verknüpften Sorgen von Menschen !
    Sie sollten sich beide schämen !
    Leider sind Sie beide so abgebrüht , das Sie gar nicht wissen was das ist .

    • Otto sagt:

      Es ist erschreckend , wie “ viele “ “ Müritzer “ das Geschehen rund um das Müritz – Hotel in Klink interessiert .
      Fast jeder Müritzer kennt das Hotel . Viele Vereine , Kindergärten und Schulen nutzen die Schwimmhalle .
      Die Politiker des ehemaligen Müritzkreises , ob CDU , SPD oder FDP tagten im Müritz – Hotel .
      Dies ist jetzt alles uninteressant , es sind ja gerade keine Wahlen .
      Fast jeder Müritzer hat Verwandte , Bekannte oder Freunde im Müritz – Hotel .
      Sind denn schon alle Müritzer so abgestumpft , das es keinen interessiert was mit den Mitarbeitern passiert ?

  7. Silke Ibanez sagt:

    Liebe Müritzer,
    obwohl ich leider nicht in Eurer wunderschönen Region wohne, möchte ich mich an der Diskussion rund um das Müritz-Hotel beteiligen.
    Wir sind gerade aus unserem dritten Urlaub von dort zurückgekehrt.
    Aufgrund meiner Nachfrage beim Verabschieden wurde mir mittgeteilt, dass der Hotelbetrieb ab 05.01.15 eingestellt ist. Darüber sind wir sehr traurig. Wir haben alle Vorzüge dieses Hotels sehr geschätzt. Dass es ein Bau aus den 70ern war, hat man zwar an manchen Stellen gemerkt, aber das war bzw. ist ja gerade das Liebenswerte. Wo findet man sonst ein Hotel mit 25m-Halle? Und die manchmal verübte Kritik an dem „Zustand“ der Schwimmhalle kann ich nicht teilen. Wir haben bei uns in Chemnitz unter anderem vier 25m-Hallen, die genau so sind und durchaus sehr gut besucht werden. Auch kostenlose Tennisplätze und die vielen anderen Freizeitmöglichkeiten suchen ihresgleichen.
    Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter des Hotels, die jederzeit um Ihre Gäste bemüht und sehr freundlich waren. Ich wünsche allen von Herzen, dass sie gute neue Arbeitsstellen (vielleicht an selber Stelle !!) finden.
    Herzliche Grüße. Silke Ibanez

  8. Hilmar Schmalenberg sagt:

    Der Protest und sein Aufschrei gegen das Zerstören dieser Hotelanlage ist genau genommen 0-Wert! Wie kann man Erwartungen haben, wo es für die Leute(Besitzer) nur immer um Profitmaximierung geht. Was können sie denn für andere Gedanken haben? Hinzu kommt, daß auch dieses Bauwerk und seine Einrichtung ein weithin sichtbares Zeichen der DDR ist! Also- es muß weg, weil sich noch zu viele Menschen an diese Zeit erinnern können. Das ist West- Ost pur.!

  9. Simo sagt:

    Das Ding gehört uns eigentlich uns Müritzern und damit unter Denkmalschutz!!! (Der Abriss der Rundgaststätte am Kietz war schon so ein Hammer, Abholzung der Zierkirschenalle in der G.-Hauptmannallee und und und…) Es ist schon erstaunlich für mich, wenn ich im Zug Berlin-Rostock(den ich regelmäßig nutze) mit Menschen ins Gespräch komme, die mir sagen, dass sie in diesem Hotel regelmäßig zu Gast waren und den Abrissbeschluss unverständlich finden. Allerdings waren dies Ossis, deren Meinung ja sowieso irgendwie zweitrangig ist. Ich gebe dies hier so wieder, weil es so geäußert wurde.

    • Bernhard sagt:

      Dann hättet Ihr „Müritzer“ das Ding (Müritz-Hotel) ja kaufen und weiter in Erinnerungen schwelgen können.
      Der alte Kasten war vollkommen heruntergekommen (von dem „Sondermüll“ wie Asbest, der dort verbaut worden ist und eine Gesundheitsgefährdung darstellte, spricht hier keiner!). das Hotel entsprach nur noch den Ansprüchen weniger Urlauber, und die scheinen ja wohl regelmäßig im Zug von berlin nach Rostock zu sitzen. (-:
      Genauso wenig, wie der Trabant den aktuellen Ansprüchen der Autofahrer entspricht. Aber von dem können sich ja manche Nostalgiker auch immer noch nicht trennen und „verstänkern“ mit ihren Abgasen die gute Warener Luft.
      Lesen Sie sich doch einmal die letzten Gäste-Bewertungen in den Foren durch, dann werden Sie vielleicht verstehen, dass man dort kein Geld mehr verdienen konnte.
      Es ist immer wieder erstaunlich, wie realitätsfern und naiv manche Mitmenschen sind.
      Wenn einem die Argumente fehlen, wird halt mal wieder populistisch die „Ost-West-Keule“ geschwungen.

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