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Gebührenschock im Advent

29. November 2014

Schöne Bescherung: Zahlreiche Warener haben in diesen Tagen ein besonderes „Geschenk“ von ihrer Stadt bekommen: Die Gebührenbescheide für die Straßenreinigung. Und die haben es in sich. Teilweise sind die Gebühren um bis zu 280 Prozent angestiegen.

KehrmaschineDabei haben die Warener noch Glück, denn eigentlich sollten sie die gestiegenen Gebühren nach dem Willen der Verwaltung schon rückwirkend zum Januar 2013 bezahlen, doch das hat die Kommunalaufsicht nicht genehmigt. Nun also erst ab Januar 2014.

Doch die aktuellen Bescheide beinhalten nicht nur die hohen Gebühren für dieses Jahr. Da die Verwaltung ein paar Jahre gar nicht kassiert hat, müssen die Warener zugleich auch die Gebühren der Vorjahre berappen.

Die Kostenexplosion ab 2014  begründet die Stadt damit, dass sie die Gebühren zehn Jahre lang nicht erhöht habe – wegen Personalmangels. Für die neuen Berechnungen habe man sich dann sogar eines externen Dienstleisters bedient.  Die jetzt erhobenen Gebühren seien die tatsächlich anfallenden Kosten.

Mit großer Mehrheit segneten die damaligen Stadtvertreter die neue Satzung ab, so dass die Warener jetzt richtig tief in die Taschen greifen müssen. Die Begründung der Stadt leuchtet vielen allerdings nicht ein.

Unternehmer rät zu Widerspruch

„Wenn die Stadt aus eigenem Verschulden zehn Jahre lang nicht erhöht, ist das ihr Problem. Ich als Unternehmer kann meine Preise auch nicht plötzlich so stark hochschrauben, weil ich zehn Jahre lang nichts gemacht habe. Aber dessen ungeachtet: Fast 300 Prozent Kostensteigerung in zehn Jahren? Welche Preise sind in zehn Jahren um 300 Prozent gestiegen? Die Löhne und Gehälter der Menschen bestimmt nicht. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass die Stadt ihre klammen Kassen füllen will, in dem sie den Bürger immer mehr belastet. Und die lieben Stadtvertreter heben brav die Hand“, sagte ein Warener Unternehmer gegenüber „Wir sind Müritzer“. Außerdem werde auch von Hausbesitzern kassiert, die in ihren Straßen noch nie ein Reinigungsfahrzeug gesehen hätten.
Gemeinsam mit anderen Firmenchefs und Hausbesitzern will er sich gegen diesen „Gebührenhorror“ zur Wehr setzen und rät jedem Warener, gegen die Bescheide in den Widerspruch zu gehen.


4 Antworten zu “Gebührenschock im Advent”

  1. Michael B. sagt:

    Ich brauch die Strassenreinigung nicht, ich fege die Strasse dann halt selbst(Ist dann eh sauberer). Damit tu ich was für die Stadt!

  2. Robert Warta sagt:

    Was wollt ihr? Wir sind Heilbad und haben somit die Lizenz zur Abzocke!

  3. Wolle sagt:

    Es geht mit den höchsten Preisen in ganz Norddeutschland an den Tankstellen in Waren los , selbst in Hamburg, Lübeck sind die Benzinpreise unter denen von Waren.
    Jetzt kommt die Stadt vor Weihnachten mit ihrer Straßenreinigung mit diesen Gebühren Bescheide ,sagt mal ihr sogenannten Stadtvertreter samt Bürgermeister habt ihr 10 Jahre geschlafen? Wo für bekommt ihr euer Geld da kann ich nur sagen pfui.
    Es ist leicht eigene Fehler auf den schwächsten ( unsere Bürger ) abzuwälzen aber vergesst nicht ihr seit gewählt um für die Belange und Wünsche der Bürger von Waren ein zu stehen und nicht nur eure Sitzungsgelder kassieren und alles durch winken solange es nicht an euer privates geht.
    Bürger von Waren legt Widerspruch ein gegen diese Gebührenbescheide,was die versaut haben sollen wir bezahlen nein !!!
    Ich meine es wird höchste Zeit diesen Stadt Zirkus mit ihren Clown zu beenden und geht auf die Straße zum Protest wo anders geht es doch auch lasst euch nicht alles gefallen.

  4. Heinz-Peter Schifflers sagt:

    Ein neuerlicher Husarenstreich der Stadt! ……………Man stelle sich einmal vor, ein Geschäft/Unternehmen würde die Preise für eine laufende, bereits erbrachte und auch abgerechnete! Leistung nocheinmal neu berechnen, Nachforderungen bzw. neukalkulierte Preise in der unfaßbaren Größenordnung von ca. 300 % (in Worten: dreihundert Prozent) Steigerung geltend machen. Das würde nicht nur ungläubiges Erstaunen, sondern eher noch Lachsalven auslösen. Wenn da nicht das Monopol und die damit verbundene absolute Abhängigkeit der Verbraucher wäre. Die jahrelangen Versäumnisse der Stadt, die Gebühren realistisch und nachvollziehbar zu kalkulieren und zeitnah zu berechnen, gehen ja nicht etwa zu Lasten der Verursacher dieser unglaublichen Schlamperei, nein, sie werden vielmehr auf die staunenden und schockierten „Kunden“ abgewälzt. … Und das mit Zustimmung der mehr als offensichtlich willfährigen Ratsmitglieder. Eigentlich sollten die ja die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten… oder? …..sind wir etwa im falschen Filmabschnitt?? Wir fühlen uns neuen obrigkeitsstaatlichen Abläufen ausgesetzt. Und nur, weil sich die betroffene Warener Bevölkerung so unverständlich ruhig und ergeben verhällt, kann und darf das so nicht weitergehen.
    HP.S.

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