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Höhere Kurtaxe für mehr Mobilität jetzt auch in Waren in greifbarer Nähe

22. Juni 2017

Die Erhöhung der Kurtaxe in der Müritz-Region um die so genannte Mobilitätspauschale um 40 oder 50 Cent scheint jetzt auch in Waren eine Mehrheit zu finden. Nachdem die Mitglieder des Stadtentwicklungsauschusses Waren zunächst noch Redebedarf hatten, gaben sie in dieser Woche mehrheitlich ihr Okay. Lediglich FDP-Politiker Toralf Schnur stimmte dagegen. Er bezeichnet die „Mobilitätspauschale“ zum einen als Urlauberabzocke, zum anderen als Ungleichbehandlung der einheimischen Bevölkerung und zum dritten als gigantischen Bürokratiemonster.

Das zusätzliche Geld soll für das Projekt „Müritz rundum“ verwendet werden, das es den Touristen ermöglicht, in den teilnehmenden Orten von April bis Oktober den öffentlichen Personennahverkehr um die Müritz kostenfrei nutzen. Angedacht ist die Mobilitätspauschale derzeit in Waren, Röbel, Rechlin und Klink.

Für dann insgesamt zwei Euro Kurtaxe am Tag  dürfen die Urlauber beispielsweise die datBus Strecke von Waren über Röbel nach Rechlin sowie die Strecke von Waren nach Boek via der Nationalparklinie per Bus und Schiff kostenlos nutzen. Außerdem soll der Stadtverkehr innerhalb Warens für Kurkarteninhaber kostenfrei sein.

Die Projektpartner orientieren sich dabei an bereits bestehenden Angeboten wie der „Bodenseecard“, der „Hochschwarzwald Card“ oder der „Saarlandcard“ und erhoffen sich mehr Service für Touristen, aber auch einen weiteren Ausbau des Personennahverkehrs und damit weniger Autos auf den Straßen.

„Das muss man mal einer Müritzer Familie erklären, dass sie beispielsweise für einen Ausflug mit dem Nationalparkticket richtig tief in die Tasche greifen muss, Urlauber aber quasi für 40 Cent am Tag unterwegs sind“, so Toralf Schnur als Gegner des Projektes.

Die Städte und Gemeinden, die das Projekt „Müritz rundum“ derzeit diskutieren, hoffen, dass sich weitere Orten beteiligen. Reges Interesse hätten bereits Mirow, Wesenberg und Neustrelitz bekundet. Röbels Stadtvertreter gaben am Dienstagabend Ihr Okay.

In Waren haben die Stadtvertreter noch das letzte Wort, eine Zustimmung gilt aber als sicher.


6 Antworten zu “Höhere Kurtaxe für mehr Mobilität jetzt auch in Waren in greifbarer Nähe”

  1. Jens sagt:

    Da muss ich Hr. Schnur mal recht geben. Die Urlauber sollen hier ihr Geld ausgeben und nicht sparen. Man kann es günstiger machen aber nicht kostenlos. Und dann für alle. Da haben dann alle was davon.

  2. Peter Sohr sagt:

    Ab Januar soll die Kurabgabe von derzeit 1,50 Euro auf 2 Euro erhöht werden. Im gleichen Zuge wird die Fahrradmitnahme für Übernachtungsgäste von 2,80 Euro auf 2 Euro gesenkt. Ich als Einheimischer muss heute als auch zukünftig laut der ausgewiesenen Fahrpreisliste unter http://www.nationalparkticket.de/Tickets-und-Preise/6/index.html 9 Euro für ein Busticket berappen. Im heutigem Nordkurier wird hingegen ein Fahrpreis von 3,80 Euro für Einheimische angepriesen. Was ist nun richtig?

    Stellt man die Preise in Relation zueinander wird schnell erkennbar, hier werden zweierlei Maßstäbe angesetzt welche wie Herr Schnur (FDP) richtig formulierte, die Einheimischen eindeutig benachteiligt werden. Es stellt sich hiermit für mich die Frage, dürfen wir als Einheimische keine aktive Freizeitgestaltung, keine Erholung und somit kein kostengünstigen Zugang zu diesem Nationalpark-Ticket haben?

    Wenn die Stadt meint wir als Einheimische müssen benachteiligt werden verweise ich auf unser Grundgesetz nachdem alle gleich zu behandeln sind. Wirkt dieser Verweis auf das Grundgesetz nicht, möchte ich die Stelle genannt bekommen, in der ich eine freiwillige Kurabgabe von 2 Euro pro Tag entrichten kann um künftig kostenlos quer durch den Müritz-Nationalpark zu fahren. Ich werde dann bei meiner Mutter Übernachten, von ihr nebenher nicht nur Frühstück beanspruchen und einen Tag in Vollpension gehen. Die 2 Euro für mein Rad habe ich auch noch übrig.

  3. k.frind sagt:

    Ich kann mir nicht vorstellen das ein Einheimischer freiwillig jeden Tag irgendwo 2 euro einzahlen möchte.Auf Dauer wäre es den Einheimischen sicherlich zu langweilig, jeden Tag umsonst in den Nationalpark oder jeden Tag umsonst durch Waren zu fahren. Warum sind die Busse nicht jeden Tag ausgelastet? Weil die Warener meist ihr Auto nutzen. Trotzdem sollen Busse rund um die Uhr fahren,damit eine Hand voll Leute zum Artzt usw fahren können.Würde man edliche Linien streichen,weil es sich nicht lohnt sie zu befahren,wäre das Geschrei genauso groß. Ein Urlauber zahlt maximal 14 Tage Kurtaxe und nutzt dem Bus nicht ein Leben lang umsonst,wie die Einheimischen.Ein Urlauber hat maximal 14 Tage Urlaub und fährt auch nur in diesen paar Tagen etwas günstiger mit dem Bus. Dazu war letztends das Geschrei groß,als bekannt wurde das der Penny Markt schließen müste. Da ging es auch um verlorene Arbeitsplätze. Ohne Touristen würden viel mehr Märkte schließen.Ohne Touristen würden die Einheimischen viel weniger Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten haben. Die Einnahmen sind im Winter so niedrig das man sie im Sommer wieder einholen kann, wo ebend auch ne Menge Arbeitsplätze drane hängen.Vielleicht sollte Herr Schnur das mal den Einheimischen Familien erklären,wie viele Verkäuferinen oder alleihnerziehende Mütter ohne Touristen arbeitslos wären. Und irgendwie mus man Touristen anwerben. Immerhin wirbt Herr Schnur auch für eine Schwimmhalle die sicherlich nicht von ein paar Vereinen finanziell unterhalten werden kann. Nein,ich habe nix gegen Herrn Schnur. Es wäre super wenn er selber mal 6 komplett neue Ideen auf dem Tisch bringt wie sich Busslienien,Einkaufsmärkte,Zeltplätze,Hotels usw finanziell über Wasser halten könnten,als immer nur zu faseln.

    • Jens sagt:

      Ich habe ihre Meinung zu diesem Thema leider nicht heraus lesen können. Wenn ich für 2 oder 3 Euro nach Röbel fahren könnte währe das ein sehr fairer Preis für alle. Auf einen Markt mehr oder weniger kommt es bei uns in Waren nun wirklich nicht an. Und so viele Alleinerziehende Mütter hängen da nun auch nicht dran.

    • Peter Sohr sagt:

      @ k.frind – Kein Einheimischer wird jeden Tag mit dem Nationalparkbus in den Nationalpark fahren wollen und brauch daher auch nicht freiwillig jeden Tag und somit 2 Euro nirgendwo einzahlen müssen. Es soll aber tatsächlich Ortsansässige geben die aus welchem Grund auch immer dieses angepriesene und nur für eine Bevölkerungsschicht erdachte Nationalparkticket nutzen wollen. Was jetzt die von Ihnen benannten Penny Geschichten, die genannten Einkaufsmöglichkeiten und allein erziehende Mütter mit dem Nationalparkticket zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Auch warum mal wieder Herr Schnur hinhalten muss lese ich aus dem Text nicht heraus.

  4. k.frind sagt:

    Herr Jens,sie können ja mal Urlaub in Usedom machen.Dort müßten sie auch Kurtaxe zahlen. Dafür düften sie dann als Urlauber,zu ermäßigten Preisen die Ostseetherme oder Veranstaltungen besuchen,wärend Einheimische den vollen Preis für solche Besuche zahlen müßen. Für sie als Urlauber,wären Kinderveranstaltungen auch sogar noch umsonst,wärend Einheimische den vollen Preis zahlen müßen. Die Einheimischen dort regen sich dort auch nicht auf.Das ist nun mal das Tourismusgeschäft.Wir hätte durch die Kurtaxe im Urlaub kleine Vorteile,genau das selbe wird den Urlaubern hier geboten. Das ganze gilt nun mal für Urlauber und nicht für Einheimische.Wie gesagt,auch wir haben kleine Vorteile,wenn man woanderst Urlaub macht. Zu den Einkaufsmärkten.So wie ich gehört habe wollen viele Warener sehr wohl den Penny Markt gern erhalten haben. Und ich meinte nicht nur ein Markt,sondern fast alle Läden leben vom Tourismus.Wenn sie mit einem einzigem Tante Emma Laden auskommen,ist es ja toll.Aber ich dencke mal das die meisten Menschen doch die Auswahl an Läden bevorzugen und die jenigen froh darüber sind dort arbeiten zu können. Gilt ja nicht nur für Einkaufsmärkte sondern auch für Bootsverleihe,Kneipen, Hotels usw

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