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Hund unweit von Tierheim tot und mit verschlossener Schnauze gefunden: Staatsanwaltschaft hört Verdächtige 

25. Januar 2018

Wer Tiere einfach aussetzt, zumal im Winter bei Frost, macht sich strafbar – das ist klar. Was sich aber Leute gedacht haben, die Anfang Januar in Neubrandenburg einen schwarzen Mischlingshund einfach angebunden und ihm wohl auch noch die Schnauze verschlossen haben, das lässt derzeit das Veterinäramt, Tierfreunde und auch die Staatsanwaltschaft nur rätseln. Allerdings sind erste Verdächtige ermittelt.

Der bisher öffentlich bekannte Teil der tragischen Geschichte beginnt nach bisherigen Erkenntnissen des Neubrandenburger Tierheims am 7. Januar. Spaziergänger finden in der Nähe des Tierheims im Südosten in der Bergstraße einen unterernährten, reglosen Hund. Das kleine Tier wurde an einen Pfahl angebunden. Das wird dem Heim gemeldet. Deren Vertreter schauen nach dem Tier, können ihm aber nicht mehr helfen, es ist tot. Das Schlimme, dem Tier wurde das Maul umwickelt – möglicherweise, um lautes Bellen zu verhindern, wie Tierfreunde vermuten.

Anhand einer Marke können die Behörden zunächst jemanden in Prenzlau ermitteln, der aber nicht der letzte Hundebesitzer gewesen sein soll. „Inzwischen haben wir eine 31 Jahre alte Frau und einen 28 Jahre alten Mann aus Neubrandenburg unter Verdacht“, sagte ein Vertreter der Staatsanwaltschaft jetzt. Sie sollen nach jetzigem Stand, den das Veterinäramt des Kreises und das Ordnungsamt der Stadt ermittelten, die letzten Besitzer des schwarzen Tieres gewesen sein. Bisher lägen aber noch keine Aussagen der Beschuldiugten vor.

Nun werden die Verdächtigen zu den Vorwürfen in den nächsten Tagen angehört. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Tierquälerei. Wer dafür zur Verantwortung gezogen wird, muss mit einer Geldstrafe oder sogar einen Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren rechnen. Das Ganze kann die Staatsanwaltschaft per Strafbefehl anordnen oder – auch wenn die Betroffenen das nicht akzeptieren – käme es zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung.

Tierheim Neubrandenburg: https://www.hinterste-muehle.de/tierheim


2 Antworten zu “Hund unweit von Tierheim tot und mit verschlossener Schnauze gefunden: Staatsanwaltschaft hört Verdächtige ”

  1. Schulz sagt:

    Es kommen mir als Tierfreund & ehrenamtlicher Tierschützer die Tränen wenn ich immer diese Artikel lesen muss.
    Man muss sich mal vorstellen was das arme Tier aushalten musste, was für Qualen!
    Die Strafen sind nach unseren Ermessen viel zu lasch. Was sind denn 3 Jahre Strafe Gefängnis + Geldstrafe..
    Man müsste genauso mit diesen Tierquäler vorgehen wie sie es den armen Tier angetan haben..
    Die Strafen müssten viel höher angesetzt werden..
    Wenn man mit einem Tier überfordert ist, sollte man lieber das Tier in sicherer Obhut ( in dem Fall Tierheime) abgeben.

  2. Doreen Lommatzsch sagt:

    Das macht mich überaus traurig, wie jedes mal wenn ich so etwas höre oder lese.
    Diese Menschen sind skrupellos und ohne Empathie!
    Habt ihr euch gefragt wie sich euer Hund gefühlt hat?
    Wie viel Angst er hatte???
    Ich finde die Strafen für Tier Quälerei sind viel zu niedrig angesetzt!

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