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Kommt die Kita „Bummi“ als „Kita light“ wieder?

6. September 2017

Da haben sich einige Stadtvertreter sicherlich ganz verwundert die Augen gerieben: Ausgerechnet das Jugend- und Sozialwerk, das die Tradition-Kita „Bummi“ Anfang des Jahres dicht gemacht hat, möchte das Haus jetzt doch wieder nutzen.
Das Jugend- und Sozialwerk (JuS) ist einer von zwei Bietern, die sich am so genannten Interessenbekundungsverfahren für das Gebäude gemeldet haben. Neben dem Sozialwerk zeigt sich auch der Verein Perspektive e.V. interessiert am Haus im Schuhmacherkämpen.

Zur Erinnerung: Der Landkreis hat das Aus für die Traditionskita besiegelt, weil sie vor allem aus brandschutzrechtlicher Sicht Defizite aufweise. Die Rede war unter anderem von einem fehlenden zweiten Fluchtweg. Das Jugend- und Sozialwerk als Träger stufte die nötigen Umbauarbeiten mit mehr als einer Million Euro als zu teuer ein und schickte die Kinder, die dort bislang betreut wurden, in eine andere, ebenfalls vom Jugend- und Sozialwerk betriebene Kita.

Jetzt also doch wieder Interesse. Wie es in der Bewerbung, die WsM vorliegt, heißt, will die JuS dort künftig eine Kita mit 18 Plätzen in Form einer Krippe betreiben, allerdings nur im Erdgeschoss. In der oberen Etage plane das Unternehmen ein Regionalbüro.

Die dafür nötigen Sanierungskosten schätzt das Jugend- und Sozialwerk auf etwa 433 000 Euro ein.

Der Verein Perspektive e.V. möchte dagegen in der einstigen „Bummi“-Kita eine Kinder- und Jugendhilfestation einrichten. Im Erdgeschoss könnte sich der Verein ein teilstationäres Angebot der Jugendhilfe für Kinder im Alter zwischen 6 bis 14 Jahren vorstellen und im Obergeschoss sozialpädagogische Familienhilfe, soziale Trainingskurse und Beratungstätigkeiten.

Die Stadtverwaltung favorisiert das Jugend- und Sozialwerk, eine Entscheidung treffen aber letztlich die Stadtvertreter.


3 Antworten zu “Kommt die Kita „Bummi“ als „Kita light“ wieder?”

  1. Wendt sagt:

    Eine Kinder und Jugendstation wäre eine tolle Idee

  2. Ich sagt:

    Also für mich hört sich das Angebot der pespektive e. V. viel interessanter an.

  3. Mario sagt:

    Komisch – eine Million ist dem JuS für die komplette Sanierung und Erhalt als „komplette“ Einrichtung zu teuer. Also halbiere man den Aufwand und mache eben nur eine Krippe daraus. Da stellt sich die Frage als Laie: warum rentiert sich die halbe Investitionsumme mit der halben „Kundschaft“, aber die doppelten Summen nicht?
    Ganz ehrlich – der Anbieter hätte bei mir etliches an Kredit verspielt. Sicherlich braucht die Stadt unbedingt neue Kita-Plätze, allerdings sollte man sich die Träger genau ansehen. Wobei ich mich gerade frage – was passiert denn mit den Kindern, wenn sie von der Krippe in die Kita wechseln sollen?

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