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LKA: Weniger Falschgeld in Mecklenburg-Vorpommern im Umlauf

18. Juli 2017

Im Jahr 2016 sind in Mecklenburg-Vorpommern 972  falsche Euro-Banknoten im Zahlungsverkehr registriert worden. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr gesunken (2015: 1.172 Stück). Der dadurch verursachte Schaden stieg allerdings gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 53.635 Euro auf 54.050 Euro. Bundesweit betrachtet liegt Mecklenburg-Vorpommern damit bei der Belastung durch Falschgeldkriminalität im mittleren Bereich.

In Deutschland wurden im Jahr 2016 rund 82.200 falsche Euro-Banknoten mit einem Gesamtschaden von 4,2 Millionen Euro registriert. Das entspricht einer Belastung von 10 gefälschten Banknoten auf 10.000 Einwohner. Die Zahl der Fälschungen sank gegenüber dem Vorjahr (2015: 95.400 Stück) um 14 Prozent.

Am häufigsten sind in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr nach wie vor 20-Euro- (240 Stück) und 50-Euro-Fälschungen (586 Stück) in den Verkehr gebracht worden, gefolgt von 100-Euro- (57 Stück) und 10- Euro-Banknoten (34 Stück). Auffallend ist die Abnahme der Falsifikate im Bereich der 20-Euro-Banknote (2015: 507 Stück), was auch auf die Einführung des neuen Zwanzigers im November 2015 zurückzuführen ist.

Die größte Häufung an gefälschten Euro-Noten insgesamt liegt mit 326 von 972 Stück im Raum Rostock.

Der überwiegende Teil der Fälschungen (86 %) wurde, wie in den Jahren zuvor auch, bei Banken, Werttransportunternehmen sowie bei der Deutschen Bundesbank und deren Filialen als falsch erkannt und angehalten. Dies verdeutlicht die mitunter hohe Qualität der Fälschungen.

Der rückläufige Trend des Vorjahres setzt sich bislang fort. Im ersten Halbjahr 2017 (Stichtag: 07.07.2017) wurden gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 40 % weniger Euro-Banknoten-Fälschungen
registriert (1. Halbjahr 2017: 294 Stück; 1. Halbjahr 2016: 489 Stück). Der verursachte Schaden betrug im 1. Halbjahr 2017 genau 14.765 Euro. Die Abnahme der Falschgeldzahlen erstreckt sich auf nahezu alle Stückelungen.

Weiterhin sind vorrangig gefälschte 50-Euro-Banknoten im Umlauf (68 %). Die im April 2017 eingeführte neue 50-Euro-Banknote ist bislang jedoch in M-V nicht als Fälschung festgestellt worden.

Wie die Herstellung falscher Euro-Banknoten wird auch deren Verteilung durch organisierte Gruppen vorgenommen. Bei der Falschgeldverbreitung, dem sog. Inverkehrbringen von Falschgeld, wird
nach dem „bewährten“ Modus Operandi vorgegangen, möglichst nur ein Falsifikat bei niedrigpreisigen Einkäufen zu verausgaben. In Einzelfällen werden auch größere Stückzahlen auf einmal in Umlauf  gebracht, z.B. bei Fahrzeugkäufen.

Die Anzahl gefälschter Münzen war im letzten Jahr um rund 30 Prozent rückläufig (Rückgang von 1.452 auf 1.094 Stück). Hier handelt es sich überwiegend um Fälschungen von Zwei-Euro-Münzen (866 Stück). Auch im ersten Halbjahr 2017 ist ein Rückgang festzustellen (333 Stück, darunter 269 Zwei-Euro-Münzen).

Auch wenn der Anteil der Fälschungen gemessen an der Anzahl echter im Umlauf befindlicher Euro-Banknoten und -Münzen weiterhin sehr gering ist, sollte Bargeld, insbesondere Banknoten, stets aufmerksam geprüft werden, denn für Falschgeld gibt es keinen Ersatz.

Die Echtheit von Euro-Banknoten lässt sich mit dem einfachen Test „Fühlen-Sehen-Kippen“ überprüfen. Im Zweifelsfall sollte eine verdächtig erscheinende Banknote mit einer zweiten, echten Banknote verglichen werden.

Kostenloses Informationsmaterial zum Erkennen von Falschgeld sowie zur Einführung der neuen Banknoten (die sog. „Europa-Banknotenserie“) ist bei der Deutschen Bundesbank unter der Internetadresse http://www.bundesbank.de/falschgeld erhältlich.


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