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Polizei warnt vor Grabräubern: Bronzeplatten gestohlen

27. Oktober 2016

Nach mehreren Diebstählen in Plau am See warnt die Polizei vor Grabräubern auch an der Müritz. In der Stadt am Plauer See sind innerhalb weniger Tage zwei Bronzeplatten von Grabsteinen gestohlen worden, berichtete ein Polizeisprecher WsM.  Dabei könnte es sich diesmal auch um Kunstraub handeln, denn eine der beiden fast gleich großen Bronzearbeiten stammt von dem Plauer Bildhauer Wilhelm Wandschneider (1866-1942) . Er galt zu Lebzeiten als einer der bekanntesten deutschen Künstler.

bronzeWie die Kriminalisten inzwischen ermittelten,  wurde die 30 mal 40 Zentimeter starke Wandschneider-Platte mit dem Motiv „Feuerschale“  mit einem starken Hebel vom Grabstein einer Plauer Familie abgebrochen. Da nicht ausgeschlossen wird, dass die Diebe diese und auch die andere Grabplatte zu einem Buntmetallhändler bringen, schickte die Polizei auch ein Foto von der „Feuerschale“  aus dem Jahr 1939 mit.

Als Tatzeitraum wurde Freitag bis Sonntag angegeben. Besonders verwerflich: Mit ihrer rohen Gewalt beschädigten die Täter auch noch den Grabstein. Der Diebstahl der anderen Bronzeplatte – sie zeigt eine „Sinkende Kogge“ wurde erst später bemerkt. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls im besonders schweren Fall und Störung der Totenruhe.

Auf dem Friedhof war schon 2006 eine Skulptur des Künstlers entwendet worden. Vor einem Jahr wurden auf diesem Friedhof alte eiserne Zäune gestohlen. An Wandschneiders Kunst erinnern unter anderem noch  ein Ernst-Alban-Bildnis in Plau, der Hechtbrunnen in Teterow  und das Fritz-Reuter-Denkmal in Stavenhagen.


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