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Urlaubsrückreise endet in einer Katastrophe: Zwei Verletzte nach Unfall auf der A19 – „Rudi“ weiter verschwunden

10. Mai 2017

Es sollte eine entspannte Heimreise werden. Für Hans-Joachim Hoffmann aus Berlin war alles wie immer. Fünf Wochen verbrachte der 69-Jährige mit seiner Frau in Schweden. Gestern Abend wollten sie gegen Mitternacht in Berlin ankommen – doch daraus wurde nichts. Es waren gegen 22:05 Uhr als urplötzlich der rechte vordere Reifen des BMW MINI platzte, der Wagen über die Autobahn schleuderte, sich überschlug und folglich in einen Schwerlaster krachte.

„Es gab einen Knall, der Wagen zog rechts rüber, dann drehten wir uns. Dann sah ich den Schwerlaster und dachte, dass war’s jetzt“, schildert Hans-Joachim Hoffmann den dramatischen Unfall. „Als wir zum Stehen kamen, brauchte ich ein paar Sekunden bis ich realisierte, dass ich noch am Leben bin.“ Hans-Joachim Hoffmann steigt nur Sekunden nach dem Crash aus, sieht wie sein Hund „Rudi“ aus dem Auto springt und davonläuft. „Ich musste mich um meine Frau kümmern“, sagt Hans-Joachim Hoffmann. Die Fahrer des Schwerlasters und deren Begleiter stoppten inzwischen den Verkehr. „Alle haben sofort geholfen, leisteten Erste Hilfe bis der Notarzt kam.“

Hans-Joachim Hoffmann wurde mit zusammen mit seiner Frau ins Klinikum nach Plau am See gefahren. Beide konnten inzwischen wieder entlassen werden. Doch zur Erholung nach dem furchtbaren Unfall bleibt den beiden keine Zeit. Hund „Rudi“ ist nach wie vor verschwunden. Am Mittag sperrte die Autobahnmeisterei die A19 zwischen Röbel und Waren komplett ab.

Unzählige Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, sowie Kräfte der Autobahnpolizei suchen seit Stunden nach „Rudi“. Dann gegen 14:30 Uhr wird „Rudi“ auf der Autobahn gesehen. Höhe Kilometer 22 läuft der Rüde über die A19. Für die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei war aber nichts zu machen, „Rudi“ läuft über beide Fahrspuren direkt auf die Gegenfahrbahn. Für Polizei und Straßenmeisterei ist die Situation zu gefährlich, sie müssen erst mit ihren Fahrzeugen drehen. Wertvolle Zeit verstreicht, dann verlieren sie „Rudi“ erneut.

Bis zum Abend waren mehrere Streifenwagen, die BAG und private Helfer unterwegs um „Rudi“ zu suchen. „Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken die heute geholfen haben. Bei den Notrufern die uns gemeldet haben wo Rudi gerade ist und bei allen die den ganzen Tag auf der Autobahn nach ihm gesucht haben“, sagt Hans-Joachim Hoffmann. Seine Frau kämpft mit den Tränen, ist noch immer gezeichnet vom Unfall der vergangenen Nacht. „Wir können jetzt nur noch hoffen, dass Rudi irgendwann müde wird. Vielleicht entdeckt ihn dann jemand und kann ihn einfangen“, sagt Hans-Joachim Hoffmann.

Text und Fotos: Nonstopnews Müritz


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