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Vier couragierte Müritzer von Polizei und Feuerwehr geehrt

4. Juli 2017

Der Leiter der Polizeiinspektion Neubrandenburg, Polizeidirektor Detlef Stüwert, hat heute sechs couragierte Bürger geehrt, darunter vier aus der Müritz-Region.

So wurden Danilo Toczek und Sandra Becker geehrt. Beide arbeiten als Pflegekräfte im AWO-Seniorenzentrum auf dem Papenberg in Waren. Am 25. März ist in der Wohnung einer 83-jährigen Bewohnerin ein Feuer ausgebrochen. Die Brandmeldeanlage verständigte sofort über den Pieper alle Pflegekräfte. Danilo Toczek reagierte umgehend und lief zum Brandort. Dann öffnete er die Wohnungstür und fand im Flur der schwarz-verrauchten Wohnung die 83-jährige Bewohnerin. Er rettete die im Rollstuhl sitzende Bewohnerin aus der Wohnung und übergab sie an Sandra Becker, die sie aus dem Gefahrenbereich brachte.

Die 83-Jährige, Danilo Toczek und zwei weitere Bewohner mussten wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung im Müritz-Klinikum behandelt werden. Durch das sofortige umsichtige Handeln der beiden Pflegekräfte konnte das Leben der 83-jährigen Bewohnerin gerettet werden.
Wie später bekannt wurde, stand die besagte Wohnung schon acht Minuten später in Vollbrand.

Eine Auszeichnung auch für den 15-jährige Paul Pflugmacher. Er wurde sowohl von der Polizei als auch von der Feuerwehr geehrt. Paul ist am 28. April bei Wredenhagen auf einer wenig befahrenen Straße auf einen Verkehrsunfall zugekommen, bei dem ein 57-jähriger Mann schwerverletzt neben seinem Fahrzeug lag. Paul Pflugmacher reagierte sofort: Er informierte telefonisch den Notruf. Während des Wartens auf die Rettungskräfte kümmerte er sich um die verletzte Person, in dem er mit ihm sprach und ihn wärmte. Da der Unfallort schwer zu finden war, lotse Paul die Rettungskräfte sogar zum Unfallort, so dass der schwerverletzte Mann schnell in das Klinikum gebracht werden konnte.
Man mag nicht daran denken, was passiert wäre, wenn Paul nicht auf den Unfall zugekommen wäre und so umsichtig gehandelt hätte.

Sehr couragiert auch der Warener Fredi Gest. Er war am 11. Juni mit seiner Tochter auf dem Tankstellengelände, um Brötchen zu kaufen. Dabei bemerkte er, wie eine augenscheinlich
betrunkene männliche Person in der Tankstelle eine Flasche Schnaps gekauft hat. Fredi Gest reagierte sofort und sprach den Mann an: „Du fährst keinen Meter mehr!“. Dann nahm er ihm die Fahrzeugschlüssel, die Ausweispapiere und auch den zuvor gekauften Schnaps ab.

Die Tochter rief währenddessen die Polizei an. Ein Atemalkoholtest hat wenig später einen Wert von 2,65 Promille ergeben. Für Fredi Gest war das erschreckend, dass der Mann trotzdem mit dem Fahrzeug fahren wollte. Kurze Zeit später hat er erfahren, dass genau an diesem Nachmittag seine achtjährige Enkelin zum ersten Mal mit dem Fahrrad alleine nach Hause gefahren ist. Er
wollte nicht daran denken, was hätte passieren können, wenn ein betrunkener Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert.

Zu guter Letzt wurden zwei Neubrandenburger geehrt, durch die Verkehrsrowdys namhaft gemacht und umfangreiche Verfahren eingeleitet werden konnten. Am Abend des 20. Mai meldeten zahlreiche Neubrandenburger, dass rücksichtslose Kradfahrer durch das Stadtgebiet von Neubrandenburg fahren – und das über mehrere Stunden. Durch anderweitige Einsätze und der ständig ändernden Orte der Kradfahrer war es den Polizeibeamten nicht möglich, die Kradfahrer zu stellen. Cindy Prochnow und Henry Mienert riefen mehrfach bei der Polizei an, um ihre Beobachtungen zu schildern.

Am Ende gaben sie den Beamten regelmäßig den Standort der Kradfahrer durch, so dass die Rowdys bekannt gemacht werden konnten.


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