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Welttuberkulosetag – Spezialisten in der Klinik Amsee helfen heilen

24. März 2017

Heute ist Welttuberkulosetag und auch an der Müritz spielt diese Krankheit seit sehr vielen Jahren eine große Rolle. Denn in der Warener Klinik Amsee werden die an Tuberkulose erkrankten Menschen behandelt.
„Die Diagnose ist für viele Patienten im ersten Moment schlimm.“ sagt Nadine Tabarina, Stationsleitung in der Klinik Amsee. „Zum Glück gibt es heutzutage wirksame Medikamente, die bei einer Tuberkuloseinfektion helfen können“. In der Klinik werden derzeit zwei Tuberkulosepatienten therapiert.

Im vergangenen Jahr gab es in ganz Mecklenburg-Vorpommern 73 Tuberkulosefälle, von denen zwölf in der Warener Klinik behandelt wurden. In ganz Deutschland ist die Infektionsrate so hoch wie vor zehn Jahren teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Im Jahr 2016 wurden dem Koch-Institut 5.915 Erkrankungen übermittelt, 2015 waren es 5.852. Dieses Jahr wurden bereits deutschlandweit über 800 Fälle gemeldet.

Mit der Migrationswelle von vor zwei Jahren hat nicht die absolute Zahl, aber der Anteil der Patienten mit Migrationsgeschichte an den Tuberkuloseerkrankten zugenommen. „Wir sind darauf mit unserem multinationalen, gut ausgebildetem Team bestens vorbereitet.“ sagt Nadine Tabarina (Foto), die seit vielen Jahren an der Klinik Amsee praktiziert.

Vor 135 Jahren hat Robert Koch, der dem Institut seinen Namen gab, den Tuberkulose-Erreger entdeckt. Seitdem ist die Krankheit gut erforscht worden. 1982 – genau 100 Jahre nach der Entdeckung des Erregers der Tuberkulose, die häufig auch als Schwindsucht bezeichnet wird, rief die Weltgesundheitsorganisation den ersten Welttuberkulosetag aus. Dennoch erkranken heute noch jährlich über eine Million Menschen an TBC. Doch was steckt hinter dem Namen Tuberkulose?

Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Von Mensch zu Mensch wird sie durch Tröpfcheninfektion übertragen. Husten, nächtlicher Nachschweiß, erhöhte Temperatur sind Symptome, die auch bei einer „normalen“ Erkältung vorkommen.

Woran erkennt man den Unterschied zur Tuberkulose? „Wenn man mehrere Wochen hustet, sich in Risikogebieten aufgehalten hat und keine Besserung erreicht, sollte man möglichst einen Arzt aufsuchen.“ meint Nadine Tabarina. Tests wie der Tuberkulin-Hauttest, der Interferon-Gamma-Bluttest, Röntgen der Lunge und andere Untersuchungen verschaffen dann Gewissheit, und die mittlerweile sehr gut entwickelten Therapiemethoden können beginnen.

Die Klinik Amsee, ein Unternehmen der Paul Gerhardt Diakonie, ist  akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock. In der 1922 als Lungenheilstätte in Waren an der Müritz eröffneten Einrichtung werden jährlich rund 2.500 stationäre Patienten behandelt. Das hoch spezialisierte Fachkrankenhaus hat ein breites diagnostisches und therapeutisches Angebot für Erkrankungen der Atmungsorgane sowie eine Palliativstation.

Die medizinischen Schwerpunkte umfassen die allgemeine Pneumologie und die Intensivmedizin, deren Fokus in der Beatmungsentwöhnung liegt. Weiterhin zählen die palliativmedizinische Komplexbehandlung sowie die Schlafmedizin zum Leistungsspektrum des Hauses.


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