
In einer Zeit, in der viele Ehen geschieden werden, Liebesbeziehungen in Online-Kontaktbörsen beginnen und zum Teil auf Social Media Plattformen mit einem „Shitstorm“ wieder enden, einige von uns als „Mingles“ – irgendwo zwischen Alleinsein, Affäre und Alltagsbeziehung leben, da spielt das Thema Bindung und Beziehung sowie Fürsorge gegenüber Kindern und Jugendlichen eine zunehmend größer werdende Rolle. Wesentliche Wirkbedingung für gelingendes Lernen, befriedigende soziale Beziehungen und eine geglückte Lebensgestaltung ist die Fähigkeit, Beziehungen eingehen und regulieren zu können.
Welche Möglichkeiten zur Einflussnahme im Rahmen therapeutisch pädagogischer Kontexte auf die Entwicklung unserer Fähigkeit, Beziehungen zu gestalten, gibt es? Mit dieser und weiteren Fragestellungen beschäftigten sich an dem Mittwoch fast 130 Teilnehmer unterschiedlicher Professionen wie z.B. Kinder- und Jungendpsychiater, Psychotherapeuten, Kinderärzte, Lehrer, KITA-Erzieher und Familienhelfern aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Die Teilnehmer profitieren von anspruchsvollen Vorträgen am Vormittag von Dr. med. Edelhard Thoms, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychoanalyse aus Leipzig, und Prof. Dr. rer. soc. Werner Freigang, Professor für Pädagogik, Sozialpädagogik sowie Erziehungs- und Familienhilfen an der Hochschule Neubrandenburg. Ergänzt wurde das umfangreiche Programm am Nachmittag um Workshops mit theoretischem und praktischem Anteil. Zudem nutze das Fachpublikum diesen Tag ausgiebig zum Austausch sowie zum Knüpfen und Auffrischen von Kontakten.

Carsten Krüger, Kaufmännischer Direktor der MediClin Klinik in Röbel stellt mit Freude fest: „Die Referenten der acht angebotenen Workshops kommen fast ausnahmslos aus den Reihen der Klinik bzw. des DRK. Das zeigt auf der einen Seite das hohe Engagement der Mitarbeiter. Auf der anderen Seite zeigt die hohe Teilnehmerzahl die Anerkennung, die unsere Klinik zusammen mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes als kompetente Ansprechpartner hat“.
Auch Steffen Kanert, Geschäftsführer des Kreisverbandes Parchim des Deutschen Roten Kreuzes, betonte die Aktualität des Themas „In einer Zeit in der eine stabile Familiensituation nicht mehr selbstverständlich ist und Beziehungen so unterschiedlich definiert werden, ist es wichtig das Thema und die Therapieansätze gemeinsam zu besprechen und Helferkreise auf- und auszubauen“.
Text und Fotos: Jenny Thoma / MediClin Müritz-Klinikum








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