
Seit Mitte Februar ist in der Mühlenstraße, der Müritzstraße (Abzweig Unterwallstraße), der Großen Burgstraße sowie in der Langen Straße und der Steinmole ausschließlich bargeldloses Bezahlen möglich – entweder per Handy-App oder kontaktloser Kartenzahlung.
Auch ein Automat auf dem Alten Markt sowie einer in der Kirchenstraße wurden umgerüstet. Bei diesen beiden Automaten ist es jedoch möglich, die bestehenden Automaten in der selben Parkzone, die sowohl Münzzahlung als auch Handyparken anbieten, als Ausweichmöglichkeit zu nutzen.
In der Anfangsphase nach der Umrüstung traten nach Informationen der Stadt technische Schwierigkeiten auf. Insbesondere in der Mühlenstraße wurden vermehrt Zahlungsabbrüche registriert. Die Ursache lag nach derzeitigen Erkenntnissen in technischen Störungen, die mittlerweile identifiziert
und behoben werden konnten.
„Obwohl die Münzzahlung an den städtischen Parkautomaten die beliebteste Zahlungsweise ist, zeigt sich bereits ein klarer Trend im Nutzungsverhalten der Bürger sowie der Gäste der Stadt. Das sogenannte Handyparken gewinnt zunehmend an Bedeutung. Diese Bezahlmöglichkeit wurde an einigen Automaten im Stadtgebiet bereits im Jahr 2021 eingeführt“, heißt es aus der Stadtverwaltung.
Während im Jahr 2021 noch rund 97,8 Prozent der Parkvorgänge mit Hartgeld bezahlt wurden und lediglich 2,2 Prozent über eine Park-App erfolgten, habe sich das Verhältnis in den vergangenen Jahren verschoben. Im Jahr 2025 sei die Barzahlung auf 76,6 Prozent gesunken, während das Handyparken auf 15,7 Prozent gestiegen sei. Auch die Kartenzahlung verzeichne mit 7,6 Prozent im Jahr 2025 einen wachsenden Anteil.
„Mit der Umrüstung der Parkautomaten geht die Stadt Waren einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen Parkraumbewirtschaftung und stellt sich zugleich auf die Anforderungen einer zunehmenden digitalen Infrastruktur ein.“








Bitte für unsere Senioren ohne Handy eine Anleitung für die Kartenzahlung bereitstellen.
Die Anleitungen Peter Piletzki gibt es im Internet, irgendwo. Sie sollten vorsorglich etwa zwanzig verschiedene Apps herunterladen, weil sich nicht jeder Automat allen ach so easy-Parkapps verbunden fühlt. Dann schnell jeweils 20-30 Seiten Geschäftsbedingungen studieren oder kostengünstig, seinem Rechtsanwalt zur Prüfung geben, die Apps, die dem standhalten, ganz vertrauensvoll mit der eigenen Kreditkarte verbinden, gefühlt 200 mal wischen, drücken, schütteln, in die Ecke werfen, wiederaufheben, und spätestens beim 15 Versuch nach mehrmaligem Neustart geht die App – oder auch nicht. Bleiben ja noch andere. Bargeld? Wie umständlich, das abzuzähle; beim Abbau der Geldautomaten auch bald unbekannt.
Eigentlich sehe ich da kein großes Hindernis, da die Kartenzahlung ja ein sehr gelernter Vorgang ist, den die meisten Senioren schon seit Jahren vom Geldautomaten kennen.
Sollte ein gesetzliches Zahlungsmittel in Münzen und Scheinen (Banknoten) definiert sein, muss das auch an einer Parkuhr gelten!
Wer bezahlt schon kleinste Beträge mit seiner Kreditkarte!?
Werde die Stadtverwaltung Waren mal höflich aber bestimmt darauf anschreiben. Persönlich parke ich mein Fshrzeug überall und hinterlege mein Entgeld in einem Umschlag unter dem Scheibenwischer und knipse zur Beweisführung ein Foto!
Fazit: Das Bezahlen mit einem gesetzlichen Zahlungsmitteln muss jederzeit und überall möglich sein!
Spannender Punkt! Die rechtliche Lage ist hier allerdings kniffliger, als man meint. Zwar ist Euro-Bargeld laut Bundesbankgesetz ein gesetzliches Zahlungsmittel, aber die Annahmepflicht ist nicht grenzenlos.
Das Bundesverwaltungsgericht hat dazu in einem Grundsatzurteil (Az. BVerwG 6 C 3.21) klargestellt, dass öffentliche Stellen (wie Stadtverwaltungen) die Annahme von Bargeld zwar grundsätzlich ermöglichen müssen, dies aber durch Satzungen für bestimmte Bereiche einschränken können, zum Beispiel, wenn die Barzahlung mit unverhältnismäßigem Aufwand oder Sicherheitsrisiken verbunden ist. Das ist oft die Begründung für rein digitale Parkautomaten.
Die Methode mit dem Umschlag unter dem Wischer ist zwar ein starkes Symbol, gilt rechtlich aber leider meist als Parken ohne gültigen Parkschein. Da die Parkgebührenordnung die Art der Entrichtung vorschreibt, riskierst du trotz des Geldes am Auto ein Bußgeld. Es wird wirklich interessant sein zu sehen, wie die Stadtverwaltung Waren auf deine Argumentation zur Barrierefreiheit reagiert.
was fürn Müll, nix aus Klink gelernt?
Wer nicht jeden Quatsch mitmachen will, nutzt diese , Parkplätze nicht. Geht auch nicht dort Einkaufen. Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Das Recht, Bargeld verwenden zu können, ist in Deutschland unter anderem durch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz – GG) sowie die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) verfassungsrechtlich gewährleistet. Quelle: Deutscher Bundestag
Mit dieser Regelung wird in meine Grundrechte eigegriffen ohne das es dafür eine Rechtsgrundlage gibt. Ganz im Gegenteil, Bürgermeister und die Stadtvertreter verstoßen gegen meine Grundrechte !!!!!!!!!!!!!!!! Bei Zahlung mit Karte läßt sich Problemlos ein Bewegungsprofil erstellen. Der gemeine Bürger wird immer mehr kontrolliert.
Glücklicherweise kenne ich Parkmöglichkeiten wo ich nichts bezahlen muss und das bleibt auch so.
Ich muss immer etwas schmunzeln wenn Menschen ihr Alter und die persönliche Transparenz, als Argumente anführen und dies online, oder noch besser in den sozialen Medien. In 4 von 5 Fällen haben diese Personen auch gern ihr ganzes Leben im WhatsApp Status und das natürlich komplett ungefiltert und für jeden mit der Nummer sichtbar.
Natürlich wären Parkscheinautomaten, welche zusätzlich Bargeld nehmen, besser. Ich würde es diesbezüglich aber eher mit dem Argument der Unabhängigkeit von Netzwerkproblemen/ digitalen Angriffen versuchen.
Ja, es ist mehr als ein Trend, dass Bargeld immer mehr eingeschränkt wird. Die Parkscheine sind nur ein Beispiel dafür, dass immer mehr Transaktionen mit dem Plastik durchgeführt werden müssen, ohne Alternative. Wir sind so innovativ unterwegs, und es ist so schön einfach, das Handy bei jeder Gelegenheit zu zücken und per App alles Nötige abzuwickeln. Habe gehört, dass jetzt das Klopapier abgeschafft wird. Auch dafür gibt’s jetzt eine App. 😉
Komisch, es gibt Zahlen zum Parkverhalten, aber warum das meist genutzte erhalten und wenn schon Handy und Karte, dann auch gleich das Meistgenutzte abschaffen. Es geht auch flexibel in Kombination. Von wegen dann nicht nutzen, MV hat nun mal ein hohes Durchschnittsalter, aber wen interessieren die, die dort parken müssen….wenn man nicht zum Arzt o.ä. dort hin muß…man sollte andere Städte besuchen, denn die Fahrerei dort, ist schon Herausforderung genug.
Für mich ein Grund dort nicht zu parken und auch nicht einzukaufen.
Ich zahle kleinstbeträge grundsätzlich nicht mit Karte, ebenso hinterlege ich keine Zahlungsinformationen in irgendeiner Weise im Netz.
Und für jede 2te Stadt eine eigene App auf dem Handy? Wer es mag, soll es machen.