
Die enorme Hilfsbereitschaft war es auch, die Warens Bürgermeister Norbert Möller – er hatte zum heutigen Treffen aufgerufen –in seiner kurzen Rede immer wieder erwähnte. „Ich bin sehr glücklich, dass unsere Einwohner sich persönlich so einsetzen. Es gibt viele private Initiativen, die unterstützen wollen, aber auch Unternehmen aus unserer Stadt. Das macht mich als Bürgermeister froh“, so Norbert Möller.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz – normalerweise recht redegewandt – hatte heute Abend sehr große Probleme, zu den Menschen zu sprechen. Vor allem, als sie von den Kindern erzählte, die auf der Flucht sind, verletzt oder sogar getötet wurden, stockte der zweifachen Mama die Stimme. So bedankte sich bei den vielen Helfern und sprach das aus, was sich wohl die meisten Menschen derzeit wünschen: „Hoffentlich ist dieser Krieg bald vorbei.“
Die weinende Mama mit ihren beiden kleinen Söhnen, die viele Teilnehmer am liebsten in den Arm genommen und getröstet hätten, ist hier in Waren in Sicherheit. Aber sie ist weit weg von ihrem Zuhause, weiß nicht, wann sie zurück kann, hat große Angst um Angehörige, Freunde und Bekannte. Diese Mama und die beiden Jungs, die sich den ganzen Abend über im Arm hielten, haben den Müritzern heute – wenn auch ungewollt – die Grausamkeit des Krieges hautnah vor Augen geführt.
































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