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MV-Statistik: Menschen konsumieren weniger und sparen mehr

23. Juni 2022

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns konsumierten im Jahr 2020 genau 88,4 Prozent ihres verfügbaren Einkommens (Bundesdurchschnitt: 83,9 Prozent), das waren je Einwohner durchschnittlich 19 037 Euro. Das ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Privaten Verbrauch der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört. Die Ergebnisse zum Konsum und Sparen der privaten Haushalte sind 2020 von den Auswirkungen der Corona-Pandemie stark beeinflusst: Rückgang des Konsums, sehr starker Anstieg des Sparens.

Die privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns gaben im Jahr 2020 insgesamt 30 640 Millionen Euro ihres verfügbaren Einkommens (34 059 Millionen Euro) für den privaten Konsum aus, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr (Deutschland: – 5,3 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2020 im Durchschnitt 19 037 Euro je Einwohner privat konsumiert. Das waren pro Kopf 657 Euro weniger als im Vorjahr und zugleich 92,7 Prozent des Bundesdurchschnitts. Im Bundesdurchschnitt betrugen die privaten Konsumausgaben je Einwohner 20 538 Euro (1 160 Euro weniger als 2019). Mecklenburg-Vorpommern hatte 2020 von allen Ländern den viertniedrigsten privaten Konsum je Einwohner.

Der nicht privat konsumierte Teil des verfügbaren Einkommens kann von den privaten Haushalten gespart werden. Das Sparen schließt hierbei aber die Zunahme betrieblicher Versorgungsansprüche mit ein. Da 2020 bei einem um 2,3 Prozent gestiegenen verfügbaren Einkommen der private Konsum infolge der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie um 3,3 Prozent sank, waren die privaten Haushalte in der Lage, mehr von ihrem verfügbaren Einkommen zu sparen.

Die privaten Haushalte des Landes sparten 2020 insgesamt 4 016 Millionen Euro, das war mit + 80,8 Prozent ein sehr enormer Anstieg gegenüber 2019 (Deutschland: + 49,6 Prozent). Die Sparquote betrug 2020 im Land somit 11,6 Prozent (Bundesdurchschnitt: 16,1 Prozent) und war damit nicht nur die höchste seit 1991, sondern lag auch erstmals über 10 Prozent.

Gespart werden konnten in Mecklenburg-Vorpommern 2020 je Einwohner durchschnittlich 2 495 Euro, das waren 1 114 Euro mehr als im Vorjahr. Je Einwohner war dies aber dennoch nur der zweitniedrigste Pro-Kopf-Sparbetrag aller Länder. Im Bundesdurchschnitt sparte jeder Einwohner 3 933 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern lag das Sparen je Einwohner damit 2020 trotz des erstmalig so hohen Sparbetrages bei nur 63,4 Prozent des Bundesdurchschnitts (aber 2019: 52,5 Prozent).


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