
Auf den rund 950 Quadratmetern des architektonisch auffälligen Hauses gibt es zum einen Büros für die Angestellten, zum anderen aber auch eine neue Großküche, die alle Mitarbeiter versorgt, die aber auch öffentlich ist. Viele Müritzer haben in den vergangenen Wochen schon das Frühstücks- und Mittagsangebot genutzt. Auch Schulen und Kitas profitieren.
Das Lebenshilfswerk Waren beschäftigt rund 300 behinderte Mitarbeiter, die auf dem “normalen” Arbeitsmarkt keine Chance hätten, sowie 185 Fachkräfte. Neben der öffentliche Kantine/Küche betreibt sie eine Wäscherei und am Tiefwarensee ein Hotel, in dem vorrangig behinderte Menschen arbeiten. Ebenfalls sehr gefragt: Die Wäscherei der gemeinnützigen GmbH, die bald mehr Platz bekommen soll.

Und jetzt das neue Haus mit der „Sünnerbar“. Das hat etwa 4,7 Millionen Euro gekostet und ist damit nur unwesentlich teurer geworden als geplant – ein Novum, wenn man heutige Bauherren so hört.
Der Name „Sünnerbar“ mag zunächst verwirren, hat aber nach Aussage von Anke Koth durchaus einen Sinn: „Sünnerbar“ ist eine Ableitung aus dem Plattdeutschen für „Sonderbar“. Das Logo könnte ein „S“ darstellen, aber auch – je nach Betrachtungswinkel – ein Herz für Herzlichkeit oder bei genügend Phantasie Dampf von heißem Essen oder Kaffee. „“Logo und Kunstname zeigen – nichts ist so, wie es im ersten flüchtigen Moment erscheint. Nur, wer seine eigene Voreingenommenheit zur Seite schiebt und bereit ist, sich mit dem wahren Leben auseinander zu setzen, kann erkennen, dass jeder Mensch auf seine Weise unser aller Leben bereichert“, so Anke Koth. Mit diesen Worten hat sie gestern sicher einige Besucher der feierlichen Einweihung zum Nachdenken gebracht.
Für das Lebenshilfswerk ist nach dieser Investition noch nicht Schluss. Unter anderem soll die alte Wäscherei am ehemaligen Standort zu Beginn der Gievitzer Straße erweitert und erneuert werden. Außerdem, so verriet Anke Koth, hat die Lebenshilfswerk gGmbH in der Gievitzer Straße eine weitere Immobilie erworben und entwickelt dort jetzt eine neues Wohnprojekt für behinderte Menschen.


























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