
In Sachen Feisneck-Steg gibt es zwei Nachrichten – eine schlechte und eine etwas bessere. Die schlechte Nachricht: Der Bau dieses Steges und der Aussichtsplattform gegenüber wird erheblich teurer. Die bessere: Die Stadtverwaltung Waren setzt dennoch alles daran, dass der beliebte Steg am Naturbad Feisneck zur nächsten Saison fertig wird. Die Vorbereitungen, so die Verwaltung auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“, laufen, die Aussichten, dass es klappt. Sind gut. Nach drei Jahren ohne könnten die Besucher des beliebten Bades dann wieder von einem Steg aus in die Feisneck hüpfen.
Der Badesteg an der Freisneck musste bekanntlich mitten in der Saison vor gut zwei Jahren gesperrt werden, sehr zum Leidwesen der vielen Besucher, für die das Naturbad ein ganz besonderes Flair hat. Die Stadt versprach schnell, Abhilfe zu schaffen, doch schnell heißt in Deutschland bekanntlich nicht innerhalb von wenigen Monaten. Zumal dann auch die Aussichtsplattform gegenüber schlapp gemacht hat.
Doch die Verwaltung blieb dran. Bis es jetzt eine neue Kostenrechnung gab. Für den Feisnecksteg waren bislang etwa 170 000 Euro eingeplant, jetzt kommen rund 63 000 Euro hinzu. Für die Plattform wollte Waren um die 126 000 Euro ausgeben, nun muss sie weitere 37 000 Euro berappen. Macht summa summarum gut 400 000 Euro und damit 100 000 Euro mehr als vorgesehen. Die Mehrkosten können nicht gefördert werden. Doch die Mitglieder des Hauptausschusses haben diese Ausgaben bereits abgesegnet.
Die gestiegenen Kosten begründet die Verwaltung im Wesentlichen mit den höheren Materialkosten und statischen Erfordernissen, zusätzlichen notwendigen Anbauten und der allgemeinen Preissteigerungen im Baugewerbe.
Dennoch zeigt sich die Verwaltung optimistisch, dass der Steg im kommenden Sommer steht, die Baugenehmigungen würden vorliegen, das Vergabeverfahren laufe bereits. „Es ist erklärtes Ziel der Stadt Waren (Müritz) das Projekt „Feisneck erleben“ mit dem dazugehörigen Badesteg am Naturbad Feisneck und der Wasservögelbeobachtungsplattform an der Kuhtränke Feisneck noch vor Saisonbeginn 2026 fertigzustellen.“









Kann mir jemand erklären, welchen Nutzen die halbe Million Investion bringt? Das müsste doch berechenbar sein: Mehreinnahmen durch Touristen, die nur kommen, wenn es diesen Steg gibt x Anzahl Jahre bis zur notwendigen nächsten Erneuerung, abzüglich Instandhaltungsaufwand. Wenn sich das lohnt, ist es schön, wenn der Steg auch den Einheimischen nützt. Ansonsten wäre das Geld besser in die Erneuerung der Straßenbrücken gesteckt worden und das schon längst.