Das liest sich wie ein Drehbuch für einen schlechten Film: Die Flucht eines Autofahrers vor der Polizei endete in der letzten Nacht mit dem Brand eines Autos. Doch der Reihe nach: Kurz vor Mitternacht wollten Friedländer Polizisten einen Pkw Audi in Strasburg kontrollieren. Nachdem der Funkstreifenwagen für die Kontrolle wendete, erhöhte der Fahrer des Audi die Geschwindigkeit, fuhr mit hohem Tempo durch die Ortschaft – ca. 90km/h bei erlaubten 30km/h und ca. 130km/h bei erlaubten 50km/h und daraus resultierend zeitweilig mit quietschenden Reifen. Mutmaßlich, um sich vor der verfolgenden Polizei zu verbergen, schaltete er zudem das Licht des Wagens ab.
Nachdem es fast zur Kollision zwischen dem flüchtenden Pkw und einem vorfahrtbevorrechtigten, unbeteiligten Auto kam, überholte der Audi diesen Pkw und fuhr über die B104 in Richtung Woldegk. In einer Rechtskurve zwischen Strasburg und Carlslust kollidierte der flüchtende Wagen mit der linken Leitplanke und verlor dabei das linke Vorderrad, die Geschwindigkeit betrug dabei weit über 150 km/h.
In der weiteren Folge geriet der Audi während der Fahrt in Brand, der Fahrzeugführer stoppte, stieg aus, beendete seine Flucht vor der Polizei und wurde durch diese gestellt. Der Pkw ist vollständig ausgebrannt und musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Durch die Kollision und den Brand entstand Sachschaden an der Fahrbahn und dessen Elementen. Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf ca. 10.000 Euro.
Der 20-jährige deutsche Fahrzeugführer wurde durch Rettungskräfte vor Ort begutachtet und blieb augenscheinlich unverletzt. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Fahrzeugführer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Gegen ihn wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenem Kraftfahrzeugrennen und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.








