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DAK-Gesundheit: Krankenstand in MV gesunken 

25. Februar 2020

Arbeitnehmer meldeten sich 2019 in Mecklenburg-Vorpommern etwas weniger krank. Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit sank der Krankenstand im Nordosten von 5,2 auf 5,1 Prozent. Damit liegt MV an der Spitze der fünf nördlichen Bundesländer. Ein Grund für den Rückgang sind weniger Erkältungskrankheiten wie Bronchitis und Sinusitis um 15 Prozent.
Deutschlandweit blieb der Krankenstand konstant bei 4,2 Prozent. Den größten Anstieg (15,5 Prozent) gab es bei den Fehltagen wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzuständen.

„Wir informieren regelmäßig über den Krankenstand in der Region, um so Impulse für die Gesundheit der Beschäftigten zu geben“, sagt Sabine Hansen, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern. „Die fundierten Analysen helfen uns, noch gezielter beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. Damit sollen beispielsweise längere Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt werden.“

Mehr als jeder fünfte Ausfalltag erfolgte aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rückenschmerzen und Co. rangierten mit einem Anteil von 22,6 Prozent am gesamten Krankenstand auf Platz eins der häufigsten Krankheitsarten. Die Anzahl der Fehltage ist von 409 auf 422 je 100 Versicherte gestiegen. Den zweiten Platz belegen psychische Erkrankungen, wie Depressionen. Ihr Anteil am Krankenstand betrug 16 Prozent und liegt damit deutlich über Vorjahresniveau (13 Prozent). Die Ausfalltage aufgrund von Seelenleiden stiegen von 258 auf 298. Atemwegserkrankungen, wie Erkältungen und Bronchitis folgten auf Rang drei mit einem Anteil von 14,5 Prozent am Krankenstand (2018: 16,5 Prozent).

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 70.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in MV aus.


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