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Elektrisierend: Erstes E-Mobil für den Müritz-Nationalpark

4. Dezember 2019

Das Nationalparkamt geht mit der Zeit: Ein Street-Scooter dient ab sofort als Arbeitsauto für Ranger und Mitarbeiter am Standort Schwarzenhof. Also nicht erschrecken, wenn ein weißes Elektroauto fast lautlos an Besuchern vorbeigleitet – und das ganz ohne Abgase.

Es ist so weit, der Müritz-Nationalpark meistert den Sprung zur E-Mobilität. Hierzu wird ein bewährtes Modell ausgesucht, das schon seit Jahren bei der Postzustellung seine Praxistauglichkeit bewiesen hat. Aktuell fahren rund 10.000 Street-Scooter für die Post, knapp 2.000 sind bei anderen Nutzern im Einsatz.

Bevor der Street-Scooter bestellt wurde, musste sich das Arbeitstier beweisen. Aufgabe: Es galt einen mit 500 Litern Wasser gefüllten Tank auf einem ungeteerten Weg zum Käflingsbergturm hinauf zu transportieren. Hier machte der weiße Flitzer die beste Figur.

Der Street-Scooter erreicht Spitzengeschwindigkeiten von 85 km/h und fährt bis zu 190 Kilometer ohne Zwischenstopp. 900 Kilogramm Zuladung, ein Dreiseitenkipper und eine fest montierte Werkzeugbox zeichnen den lautlosen Helfer aus. Angetrieben wird er von einem Elektromotor mit bis zu 65 PS Spitzenleistung.

„Ökologisches Bewusstsein nicht nur fordern, sondern selbst Leben, dazu hat sich das Nationalparkamt als Vorreiter in Mecklenburg-Vorpommern entschieden. Gerade in einem Nationalpark können wir mit diesem Fahrzeug ein Zeichen für moderne Mobilität setzen“, so der Leiter des Nationalparks Ulrich Meßner.

Bild: Schlüsselübergabe an Manfred Hanitz und Heike Männel vom Nationalparkamt. Der lautlose Klein-LKW transportiert Zwei-Mann-Besatzung und bis zu 900 Kilogramm. Mit Kippfunktion der Ladefläche ein vollwertiges Arbeitsauto – ganz ohne Abgase.
Foto: A. Liese, NPA


2 Antworten zu “Elektrisierend: Erstes E-Mobil für den Müritz-Nationalpark”

  1. Peter sagt:

    Respekt 👍🏻 Da dürfte sich die Stadt Waren mal ein Beispiel dran nehmen. Und nich Ihren City Touristenbus ( Diesel 14 Liter auf 100 km ) ständig ohne Gäste durch die Stadt von Campingplatz zu Campingplatz schicken obwohl die Campingplätze geschlossen haben .

  2. Simon Simson sagt:

    Hoffentlich hält das Gefährt, was es verspricht und es geht im nicht so, wie dem ehemaligen Hybridbus, der die Nationalparklinie mal bediente und wo dann unsere Stadt und der Landkreis, ganz im Pekuniären gefangen, feststellten, dass ein klassischer Diesel zum Touiristentransport durch die Flora des Nationalparks profitabler sei. Der Schutz der Biosphäre stand natürlich hintenan.
    Batterieelektrisch angetriebene KFZ muss man kritisch sehen. Solange der größte Teil der Energie aus nicht erneuerbaren Quellen stammt und für die Batterien Lithium benötigt wird, ist die Ökobilanz schlechter, als von herkömmlichen Verbrennern. Mit CNG oder LPG fahren Autos deutlich umweltfreundlicher. Der Streetscooter von der Deutschen Post ist aber ein Gefährt, welches dem unsäglichen Anfahren, Gangwechseln, Abbremsen und Leerlauf vor jeder Haustür ein Ende setzen sollte. Der Spritverbrauch bei einer solchen Fahrweise ist ja auch irrwitzig hoch. Leider kriegt die Post das aber nicht wirklich flächendeckend hin. Im Nationalpark dürfte der Lärmaspekt die Hauptrolle spielen, wenn auch die vorgenannten Aspekte eher für ein Gasauto sprechen würden. In dem Sinne auch meine ungeteilte Befürwortung.

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