
Der Revisionsprozess wegen Körperverletzung mit Todesfolge läuft bereits seit 13 Monaten. Dem 54-Jährigen wird vorgeworfen, seine 32-jährige Lebensgefährtin damals im Streit im Haus gefesselt und mit einer Peitsche misshandelt zu haben (WsM berichtete). Die Frau verdurstete und verhungerte, wie es Rechtsmediziner einschätzten. Der Mann erhielt im ersten Prozess fünf Jahre Haft, legte aber Revision ein und kam damit durch. Mehr als zwei Jahre saß er in Untersuchungshaft.
Nach Informationen von WsM sollen die aufwändigen Zeugenanhörungen weitgehend beendet sein. An den kommenden Prozesstagen sollen noch Unterlagen aus dem bisherigen Ermittlungsverfahren verlesen werden.
Die Plädoyers von Staatsanwaltschaft, den drei Verteidigern sowie der Nebenklage – einem Anwalt aus Rheinland-Pfalz, der die Familie des Opfers vertreten soll – werden noch hinter verschlossenen Türen gehalten, die Urteilsverkündung soll als letzter Termin dann wieder öffentlich sein.
Angesichts der Corona-Epidemie dürfte das Landgericht die Zahl der Besucher allerdings beschränken, um keine weiteren Corona-Fälle zu provozieren. Am Montag waren alle Beteiligten jedenfalls fast pünktlich und anscheinend nicht infiziert zur Verhandlung erschienen.







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