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Ernteprognose 2020: Winterrapsanbau steigt wieder leicht an

15. Mai 2020

Zurzeit ist als zweitstärkste Feldfrucht überall im Land der leuchtend gelbe Raps zu sehen. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, erhöhte sich die Anbaufläche um 3 Prozent und macht 173 300 Hektar aus.
Bei den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern stehen zur Ernte 2020 rund 560 200 Hektar Getreide im Feld. Am Getreideanbau insgesamt hat Winterweizen traditionell den größten Anteil, jedoch verringert sich die vorläufige Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 18 200 Hektar auf nunmehr 314 600 Hektar und damit um 5 Prozent.

Ein Anbaurückgang ist auch bei der Wintergerste zu verzeichnen, die auf 136 800 Hektar steht. Im Vorjahr waren es noch 142 400 Hektar; der Rückgang liegt bei 4 Prozent. Dagegen verzeichnen Roggen und Wintermenggetreide einen Anbauzuwachs von fast 10 Prozent. Die Prognose beläuft sich auf eine Fläche von 74 200 Hektar. Gegenüber dem Sechsjahresdurchschnitt ist das eine Steigerung der Anbaufläche um zirka 27 Prozent.

Triticale, eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, die vorwiegend als Tierfutter genutzt wird, wird wahrscheinlich von 13 900 Hektar geerntet werden können. Im Vorjahr lag die Anbaufläche noch bei 15 700 Hektar, dies stellt eine Verringerung um 12 Prozent dar.

Hinsichtlich der Sommerungen kann der Sommerweizen in diesem Jahr zwar einen Anbauzuwachs von rund 800 Hektar verzeichnen, liegt aber gegenüber dem Sechsjahresdurchschnitt immer noch um knapp 50 Prozent zurück. Gegenüber der durchschnittlichen Anbaufläche von 5 500 Hektar wurde in diesem Jahr auf 2 900 Hektar Sommerweizen angebaut.

Bei der Sommergerste beträgt die Anbaufläche zur Ernte 2020 rund 7 000 Hektar. Das sind 700 Hektar mehr als im letzten Jahr.

Hafer wird wahrscheinlich von 10 500 Hektar geerntet werden können. Gegenüber dem Sechsjahresdurchschnitt, der bei 8 400 Hektar liegt, bedeutet das eine Steigerung der Anbaufläche um 25 Prozent.

Der Anbau von Ackerbohnen (4 900 Hektar) und von Kartoffeln (12 900 Hektar) hält ungefähr das Anbauniveau des Vorjahres.

Der Anbau von Silomais ist weiterhin gestiegen. Silomais wird als Viehfutter und als Energieträger für die Biogasanlagen genutzt. Nunmehr beläuft sich dessen Anbaufläche auf 172 500 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Flächenzuwachs von 6 100 Hektar bzw. 4 Prozent. Im Sechsjahresmittel lag die Fläche bei 153 200 Hektar. Somit wurde in diesem Jahr 13 Prozent mehr Silomais als im Sechsjahresdurchschnitt angebaut.

Zuckerrüben sind 2020 auf 29 000 Hektar zu roden. Im Vorjahr lag diese Fläche noch bei 27 500 Hektar, es werden also auf 6 Prozent mehr Fläche Zuckerrüben angebaut. Im Sechsjahresdurchschnitt waren es bei dieser Hackfrucht noch 24 300 Hektar, weshalb sich die Anbauprognose um knapp 20 Prozent gesteigert hat.

Den hier veröffentlichten Anbauflächen zur Ernte 2020 liegen erste Meldungen von 550 Ernte- und Be­triebsberichterstattern aus allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zugrunde. Dabei handelt es sich um eine Zufallsstichprobe. Flächenangaben aus der Bodennutzungshaupterhebung (als Teilabschnitt der Landwirtschaftszählung), die zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen, können davon abweichen.


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