Grabowhöfe: Unterricht zwischen Lamas und Pinguinen

23. November 2022

Das ist ist doch mal ein besonderer und zugleich wichtiger Unterricht: Schüler des Warener Förderzentrums tauschen das Klassenzimmer jetzt regelmäßig gegen den Zoo. Möglich ist das durch ein gemeinsames Projekt mit dem Tiererlebnispark Müritz in Grabowhöfe. „Wir haben das große Ziel, eine richtige Tiererlebnisschule aufzubauen“, so David Fuhlbrügge vom Tiererlebnispark. Unterstützt werden Schule und Park dabei von Grabowhöfes Bürgermeister Enrico Malow, der gleich Feuer und Flamme war, als er von dieser Idee hörte. Die ersten Mädchen und Jungen haben vor wenigen Tagen bereits Unterricht in Grabowhöfe bekommen und waren schlichtweg begeistert.

„Diese Idee entstammte einerseits aus dem Wunsch heraus, unsere Umweltbildungsarbeit zu stärken und andererseits, es Schulkindern regelmäßig zu ermöglichen, das Klassenzimmer gegen den Zoo auszutauschen. Wir wollen es den Kindern ermöglichen, praxis- und naturnah zu lernen. Bildlich ausgedrückt heißt dies, dass unser Zoo die Bühne der Kinder ist, um unter Anleitung der Lehrer Dinge zu lernen und zu verinnerlichen, die eben in keinem Lehrbuch vermittelt werden können“, erklärt der engagierte David Fuhlbrügge .

Und: „Wenn Kinder heute lernen, die Natur zu lieben, empfinden sie es morgen als wichtige  Aufgabe, sich für ihren Schutz einzusetzen.“

Die Mädchen und Jungen der Schule sollen im Tiererlebnispark praxisnah lernen und dabei auch selbstständiger werden, selbst gestalten, Probleme erkennen und lösen, und das alles fernab von Schulbank und Tafel. Die angebotenen Themen wurden dabei entsprechend der Rahmenpläne des Landes MV aufgearbeitet. Dass die ersten Kinder bereits im Tiererlebnispark lernen durften ist dem hohen Einsatz der Mitarbeiter zu verdanken. Mitarbeiter, die für dieses Projekt brennen und nicht auf die Uhr schauen.

„Wir planen, dass die Tiererlebnisschule einer fester Bestandteil des Sonderpädagogischen Förderzentrums Waren wird. Aber nicht nur das. Langfristig wollen wir hier bei uns weitere Schulen, Kitas und wissbegierige Kinder begrüßen, um sie zu kleinen und großen Naturschützern auszubilden“, freut sich David Fuhlbrügge .


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