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Heiße Tage sind Chaostage für Diabetiker

6. August 2020

In Mecklenburg-Vorpommern leiden laut einer Auswertung der Barmer elf Prozent der Bevölkerung an Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2. Bei steigenden Temperaturen kann bei Betroffenen der Blutzuckerspiegel leicht außer Kontrolle geraten. „Heiße Tage sind für den Blutzuckerspiegel wie Chaostage. Damit Diabetiker sicher durch die Som­mermonate kommen, sollten sie öfter als sonst ihren Blutzuckerspiegel mes­sen und kontrollieren“, rät Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer.

Die Durchblutung im Körper wird bei sommerlichen Temperaturen angeregt, und Insulin gelangt schneller in den Körperkreislauf, wodurch das Risiko einer Unterzuckerung steigt. Umgekehrt kann der Blutzuckerspiegel aber auch schneller ansteigen, wenn es aufgrund der Hitze im Körper zu ei­nem Flüssigkeitsmangel kommt.

Zittern kann ein Zeichen für eine Unterzuckerung sein

Wer Erfrischung in einem Freibad oder einem Badesee sucht, sollte seinen Blutzuckerspiegel besonders sorgfältig im Blick haben. „Die meisten unter­schätzen, wie hoch der Energieverbrauch beim Schwimmen ist. Symptome wie zum Beispiel Zittern werden irrtümlicher Weise der niedrigen Wasser­temperatur zugeschrieben, dabei sind sie ein Zeichen für Unterzucke­rung“ warnt Kutzbach. Mit Snacks oder Traubenzucker kann einer spontanen Unterzuckerung entgegengewirkt werden. Wichtig ist aber, dass Diabetiker Mess- und Insulinbesteck mit zum Badeausflug nehmen, um ihren Blutzu­ckerspiegel zu kontrollieren. Da Insulin hitzeempfindlich ist, sollte es immer in einer Kühlbox, Kühltasche oder Thermosflasche transportiert werden. Auch Insulin-Pens, Blutzuckermessgeräte oder Teststreifen sollten vor Hitze geschützt und keinesfalls im Auto liegengelassen werden. Beschädigtes In­sulin ist meistens an einer Eintrübung oder Ausflockung zu erkennen.

Mehr Lebensqualität bei Diabetes bietet das Besser-Leben-Programm der Barmer: www.barmer.de/a000027.


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