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IHK’s stellen Eckpunkte für Exit-Strategie vor

15. April 2020

„Jeder Tag im aktuellen Shutdown kostet die norddeutsche Wirtschaft überschlägig bis zu 1,6 Milliarden Euro. Wir müssen daher jeden Versuch unternehmen, die derzeitigen Einschränkungen für die Wirtschaft schrittweise zu lockern”, appelliert Dr. Wolfgang Blank, Präsident der geschäftsführenden IHK der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV), an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Vorfeld des Treffens mit ihren Länderkollegen und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Natürlich habe der Gesundheitsschutz aus Sicht der norddeutschen Wirtschaft oberste Priorität. „Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Einschränkungen für die Wirtschaft schrittweise zu lockern, ohne zu starke gesundheitliche Risiken für die Bevölkerung einzugehen.“

Hierzu zählten beispielsweise klare und verbindliche Hygienevorschriften, unter denen Betriebe wieder öffnen könnten, statt pauschaler Betriebsverbote für ganze Branchen oder die konsequente Nutzung technologischer Möglichkeiten zum Infektionsschutz. Auf diese und weitere Eckpunkte für eine Exit-Strategie aus dem aktuellen Corona-bedingten Shutdown haben sich die IHKs in MV gemeinsam mit ihren norddeutschen Partnerkammern auf ein Positionspapier der IHK Nord verständigt.

„Es ist von großer Bedeutung, der Corona-Krise im norddeutschen Schulterschluss zu begegnen. Föderative Einzelregelungen erschweren die Situation für eine Vielzahl unserer länderübergreifend agierenden Betriebe”, so Dr. Wolfgang Blank. Natürlich sei auch bei der Lockerung der wirtschaftli- chen Einschränkungen eine Orientierung am Subsidiaritätsprinzip sinnvoll, um lokal und regional gegebenenfalls schneller zur wirtschaftlichen Norma- lität zurückzukehren. Grundsätzlich sei aber ein einheitliches und abge- stimmtes Vorgehen mit einer Orientierung an einheitlichen Kriterien aller Bundesländer erforderlich, um die Wirtschaft wieder hochzufahren. Ganz besonders gelte dies für den norddeutschen Wirtschaftsraum. Von ent- scheidender Bedeutung sei eine länderübergreifende Bewegungsfreiheit, allein wegen der vielfältigen Pendlerverkehre, Liefer- und Leistungsbezie- hungen und tagestouristischer Aktivitäten.

Gemeinsam mit den Partnerkammern der IHK Nord plädieren die IHKs in MV dafür, Lockerungen schrittweise zu ermöglichen und deren Wirkungen konsequent zu überprüfen und hieraus situativ zu reagieren.

Das vollständige Papier zum Download unter: www.ihk-nord.de/corona


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