Teppichböden, Kühlschränke oder Bauschutt am Straßenrand: Viel zu häufig sind die Mitarbeiter der Straßenmeistereien des Landes Mecklenburg-Vorpommern damit beschäftigt, neben achtlos weggeworfenen Verpackungsmüll auch noch Haushaltsgeräte, Möbel und Sondermüll mit großem Aufwand einzusammeln. Sogar ganze Autos werden am Straßenrand einfach mal so entsorgt. Besonders betroffen sind Straßenabschnitte an Rastparkplätzen, Fast-Food-Restaurants, Einkaufparks oder Autobahnzubringern. „Das Müllsammeln ist zeit- und personalintensiv und kostet die Steuerzahler viel Geld, das wir an anderer Stelle einsetzen könnten“, sagt Dr. René Firgt, Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern.

Neben einer möglichen Verkehrsgefährdung sind nicht ordnungsgemäß entsorgte Abfälle auch eine Gefahr für die Umwelt: Wenn zum Beispiel Flüssigkeiten aus durchgerosteten Kanistern in den Boden sickern und das Grundwasser verunreinigen. Ebenso können leichte Kunststoffe durch Verwehungen in den nahegelegenen Naturraum eindringen und stören dadurch den Lebensraum von Pflanzen und Tieren.
Das Abladen von Müll an Orten, die nicht für die Entsorgung vorgesehen sind, ist generell verboten. Ob es sich im konkreten Fall um eine Ordnungswidrigkeit oder um eine Straftat handelt, hängt von der Schwere der Tat ab. Es können Bußgelder bis zu einer Höhe von 100.000 Euro verhängt werden. Für die fachgerechte Entsorgung von Elektroschrott, Holzabfällen oder Sperrmüll stehen in jeder Region des Landes Recyclinghöfe zur Verfügung.
Insgesamt sind in den 25 Straßenmeistereien des Landes mehr als 550 Straßenwärter im Einsatz. Die Straßenbauverwaltung M-V ist für mehr als 1900 Kilometer Bundesstraße und etwa 3300 Kilometer Landesstraße zuständig. Dazu betreut sie aufgrund von Verwaltungsvereinbarungen weitere 1250 Kilometer Kreisstraße.
Fotos: strassen-mv.de












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