In Kürze gibt’s mehr Bürgergeld

29. August 2023

Das sorgt heute in ganz Deutschland für Diskussionen: Für die einen ist es zu viel, für die anderen zu wenigen – das Bürgergeld soll Anfang 2024 erneut erhöht werden. So soll der Satz für Alleinstehende von 502 auf 563 Euro im Monat steigen – eine Erhöhung um gut 12 Prozent. Als Grund nannte der Minister die Anpassung an die Inflation. Für Jugendliche vom 15. Lebensjahr bis unter 18 Jahre sollen künftig 471 statt 420 Euro fließen. Für Kinder vom Beginn des 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres werden 390 statt 348 Euro gezahlt, für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 357 statt 318 Euro.
Das Bürgergeld, das Hartz IV abgelöst hat, ist erst Anfang dieses Jahres um rund 50 Euro gestiegen.


10 Antworten zu “In Kürze gibt’s mehr Bürgergeld”

  1. rmk sagt:

    Arbeiten lohnt sich immer weniger !

  2. Jan sagt:

    Habe über 48 Jahre ununterbrochen gearbeitet und habe dieses Jahr eine Erhöhung von 4.39% erhalten da ich im Westen gewohnt und gearbeitet habe. Das Bürgergeld wurde diese Jahr um ungefähr 10% erhöht und nächstes Jahr um über 12%.
    Ein Beispiel….
    Wenn ich zum Arzt oder sonstiges an Ausgaben habe muss ich alles selbst zahlen. Hatte eine Rechnung vom Zahnarzt von 1600 Euro, bekomme ich nicht erstattet.
    einer der vielleicht nie gearbeitet hat bekommt es erstattet.
    Finde den Fehler

  3. MH sagt:

    Personalmangel,wird in den nächsten Jahren weiter steigen,und die, die noch Arbeiten gehen,und alles Finanzieren,werden kaputt gespielt,echt armselig!Ich habe auch höhere Kosten, aber mein Lohn,ist nicht gestiegen !Wir arbeiten jetzt auch schon mehr,weil der Personalmangel,uns im Verkauf,auch betrifft, machen viele Überstunden, die Gott sei Dank,Vergütet werden,so können wir unsere hören Ausgaben finanzieren,ansonsten,wäre das nicht möglich!

  4. Müritz er T sagt:

    Hmm, weit über 2200 Euro Bürgergeld netto, ich glaub ich werde mal zum Chef gehen und eine lohnanpassung fordern. Falls nicht muss er sich nen neuen suchen.

  5. Stefan sagt:

    Oh wo fang ich an…
    Vielleicht erst einmal allgemein:

    Das Bürgergeld erhalten auch Menschen mit geringfügiger Beschäftigung.
    Also gehen diese Menschen arbeiten, können aber davon definitiv nicht leben.
    Ja, es gibt viele durchaus arbeitsfähige Menschen, die es genießen vom sozialen Sicherheitsnetz aufgefangen zu werden, aber in Saus und Brause leben die auch nicht und ja, es sollte vielleicht mal nach Skandinavien geschaut werden wie die das lösen. Dort muss, wenn der Person körperlich/ psychisch möglich, gemeinnützige Arbeit geleistet werden und es gibt eine Art regelmäßigen Tagesablauf, welcher einem Arbeitstag ähnelt. Wird dies nicht getan, wird gekürzt.
    Aber(!) nicht jeder Empfänger von Bürgergeld ist das freiwillig und vor allem freudig.
    Bandscheibenvorfall, Angstörung durch Trauma, Verlust von Gliedmaßen… es gibt viele Gründe warum jemand nicht mehr voll arbeiten kann und doch sieht man gerade diese Personen sich n och Jahre bis zur Rente quälen und das für einen geringen Lohn und dann dürfen sie noch solch nette Kommentare lesen.

    @rmk
    Doch. Arbeiten lohnt sich immer wenn man einen Lebensstandard über 0 haben möchte.
    Dies inkludiert übrigens auch Selbstachtung und gesellschaftlich nicht ausgegrenzt zu werden.

    @Jan
    Derzeit liegt die Grundsicherung der Rente bei 502€ für Alleinstehende und bei 902€ für Paare.
    Sollten die Zähne nach dem Renteneintritt, welcher übrigens schon mit 63 erzwungen werden kann, Probleme machen, so müssen die Betroffenen das aus eigener Tasche zahlen.
    Wenn Sie im Westen gewohnt und gearbeitet haben, dann dürfte Ihre Rente über dem hiesigen Durchschnitt liegen. Als Arbeitnehmer sind Erhöhung über 4% eher selten und in Summe dürfte Ihre Anpassung wohl spürbarer ausfallen.

    @MH
    Ja, die Fachkräfte fehlen an allen Enden und Ecken, aber das Problem muss an der Wurzel angefasst werden. Arbeit muss sich lohnen und vor allem auch entsprechenden Respekt erfahren. Diesbezüglich müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen und unseren Kindern Vorbilder sein, indem wir jeden Beruf achten und ehren.
    Die Bezahlung muss natürlich auch stimmen und sollte in vielen Branchen angepasst werden.

    @Müritz er T
    Erläutern Sie mir bitte ihre Rechnung.
    Ab 2024 erhalten Paare 506€ je Person.
    Das macht 1012€.
    Kinder kommen gegebenenfalls dazu.
    Ich weiß nicht wie Sie leben, aber ich könnte davon nicht existieren. Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist quasi ausgeschlossen.

  6. rmk sagt:

    @ Stefa
    Wollen oder können sie nicht verstehe worum es geht

  7. ABC sagt:

    @Stefan. Das haben Sie gut geschrieben. Man denke auch an die vielen pflegenden Angehörigen. Wenn alle pflegenden Angehörigen in Deutschland plötzlich ihre Hände zurückziehen würden, hätte das in puncto Pflege einen Systemzusammenbruch zur Folge. Im Jahr 2019 wurden 1,76 Millionen Pflegebedürftige hierzulande ausschließlich von Angehörigen versorgt. Manch einer versorgt gleich zwei Angehörige in diesem Umfang. Dadurch sparen die Sozialkassen jährlich Milliardenbeträge. Diese Pflegenden opfern sich auf, sind hinterher verarmt, selbst dann gesundheitlich geschwächt, sozial isoliert und beruflich ist der Zug dann auch meistens abgefahren. Wer das noch nicht selbst gemacht hat, kann schlecht einschätzen, wie unglaublich fordernd so eine Aufgabe ist. (Ein Acht-Stunden-Job, selbst wenn er in Schichten ausgeübt wird, ist damit nicht zu vergleichen.)
    Diese Menschen leisten viel und müssen sich dann noch bzgl. Bürgergeld „belöffeln“ lassen. In diesem Land ist für so vieles Geld da, man muss nicht noch auf den Schwächsten herumtreten, wegen paar Kröten mehr.

  8. Stefan sagt:

    @rmk
    Nein. Ihren detaillierten, mit Beispielen und Fakten gepflasterten, Ausführungen kann ich leider nicht folgen.

    @ABC
    Ja genau solche Beispiel meine ich.
    Ich kenne auch ein paar Fälle, wo aus gesundheitlichen Gründen eigentlich schon seit Jahren mit Arbeit Schluss sein sollte und die Personen sich trotz Schmerzen zu einem Minijob schleppen um sich dann später anhören zu dürfen, dass alle Bezieher von Bürgergeld faul und viel zu gut versorgt, sind.

  9. AA sagt:

    Hallo Stefan! Es geht um diejenigen, die NICHT arbeiten WOLLEN. Es kann doch nicht sein, dass man, wenn man zuhause bleibt, manchmal mehr hat, als jemand, der jeden Tag fleißig zur Arbeit geht.
    Wie oben auch geschrieben…z. Bsp. Zahnarzt wird ihnen bezahlt, diejenigen, die am meisten den Fernseher nutzen, brauchen keine GEZ bezahlen und häufig ist es ja auch so, dass hier besonders viel Kindergeld in Anspruch genommen wird….warum müssen sie nicht eine bestimmte Mindeststundenzahl leisten (z. Bsp. städtische Park- und Beetanlagen, Strände säubern usw.)…….dass diejenigen Unterstützung bekommen sollen, die wenig verdienen oder durch Krankheit o ä nicht arbeiten können, steht (hier) wohl außer Frage…

  10. Elimar sagt:

    AA,

    weil es keine Zwangsarbeit geben soll. Wie sollte die durchgesetzt werden? Wem kann man vom Lebensminimum etwas abziehen, wem nicht? Das ist sicher schwierig, zu beantworten. Ich kann auch seufzen, als Vollzeitarbeitender, bei dem was einem selber bleibt, nach Steuern, über Rentenversicherung bis Rezeptgebühren und Grenzbetrag für die Schule. Aber der grundsätzliche Sockel eines Sozialstaats und das Grundgesetzt sind mir de facto heilig, nicht diskutabel, weil seeehr viel wert. Jedem kann es nämlich passieren, dass er so aufgefangen wird. Am Detail kann aber gearbeitet werden, möglichst ohne gegenseitigen Neid.