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Kabelklau an einem Windrad endet tödlich – Ermittlungen

29. Oktober 2018

Unglück schläft nicht, sagt der Volksmund. Das haben Einbrecher, die vermutlich Kupferkabel stehlen und später beim Schotthändler „versilbern“ wollten, jetzt hautnah an einer Windkraftanlage zu spüren bekommen.
Nächtlicher Schauplatz des tödlichen Vorfalls war ein Feld an der Bundesstraße 103 kurz vor der A20-Auffahrt Dummerstorf. Diese Straße nutzen viele Autofahrer von der Müritz, wenn sie entspannt via Teterow an die Ostseeküste fahren und die Autobahn meiden wollen.

Zwei jeweils 23 Jahre alten Männer haben sich vor vier Tagen gegen Mitternacht an zwei Containern unterhalb eines riesigen Windrades zu schaffem gemacht, in denen der Windstrom zur Einspeisung ins Energienetz umgewandelt wird. Riesige Berge von Zuckerrüben schirmen die Anlage derzeit wie eine Schall- und  Sichtschutzmauer ab.

Große Schilder weisen auch auf die Lebensgefahr hin – doch umsonst. Die Einbrecher brachen einen Container auf, bauten mehrere Teile ab und legten sie zum Abtransport bereit. Beim weiteren Abklemmen erhielt einer der Einbrecher, so vermuten die Rettungskräfte und die Polizei, dann aber einen solchen Stromschlag, dass er bewusstlos wurde. Sein Komplize rief die 112, doch die Rettungssanitäter und der Notarzt konnten dem Mann nicht mehr helfen, alarmierten aber die Polizei.

Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Auch die genaue Todesursache soll sicherheitshalber am Leichnam noch von Rechtsmedizinern untersucht werden. Die beiden Täter müssen den Tatort vorher wohl schon ausgekundschaftet haben: Sie waren rund 120 Kilometer, vermutlich über die Autobahn 20, bis dahin  gefahren. Am Wochenende kontrollierte der Wachschutz das Gelände besonders intensiv.

 


Eine Antwort zu “Kabelklau an einem Windrad endet tödlich – Ermittlungen”

  1. Lou Holzmann sagt:

    Das ist ja schrecklich! :(

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