
Einige der rund 70 bis 80 Gäste hatten Spruchtafeln wie „Grüß Gott, da bin ich wieder“ dabei oder legten rote Rosen nieder.
Parlow lobte die „wissenschaftlichen Arbeiten“ des Mannes und zugleich den Umgang mit DDR-Namen und -Kunstwerken in Neubrandenburg: Hier habe man „die Bilderstürmerei nach 1990“ weitgehend abwehren können.
Denn auch der Engels-Ring solle Engels-Ring beiben. Auch viele andere „sozialistische Persönlichkeiten“ finden sich auf Neubrandenburger Straßenschildern wieder.
Der Philosoph Marx, der vor 200 Jahren geboren wurde, war zwar nie in Neubrandenburg und hat hier auch nicht nur „Fans“. Vielen Menschen ist unter Berufung auf den Philosophen und seinen „Marxismus-Leninismus“ in der DDR auch Unrecht und Schlimmeres widerfahren, sagte der parteilose Oberbürgermeister Silvio Witt.

Nun steht der „Bärtige“ am Schwanenteich gleich neben dem mehrspurigen Stadtring, der noch immer Friedrich-Engels-Ring heißt. Sein Blick geht Richtung Osten, weg vom Stadtzentrum. Gleich links von Marx steht ein „Relikt des Kapitalismus“: Eine Werbetafel mit wechselnden Inhalten. Oberbürgermeister Witt ist froh, dass die Debatte um einen Standort für das Denkmal zu Ende ist. „Über die Vergangenheit und was sie bis heute bedeutet, sollte wir jedoch weiterdebattieren“, meinte Witt.
Doch bei den Linken scheint die Standortdiskussion noch nicht ganz zu Ende zu sein. Die Stadtpräsidentin meinte – nachdem sie den dialektischen Materialismus von Marx und seine Klassenkampftheorie gelobt hatte – irgendwann wird es wohl wieder eine Debatte um den richtigen Standort für „Marx“ in Neubrandenburg geben.








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