Anzeige
Anzeige

Katholische Christen von der Müritz fusionieren mit Neustrelitz

28. Februar 2020

Die katholischen Christen stehen an der Seenplatte vor einem weiteren Zusammenschluss. Nach der Fusion von Neubrandenburg mit Stavenhagen, Röckwitz, Malchin, Penzlin und Burg Stargard steht nun am 8. März ein Zusammenschluss über alte Ländergrenzen hinweg an. Die Heilig Kreuz-Gemeinde Waren, zu der auch Malchow und Röbel gehören, wird sich mit Christen aus dem Kernland des früheren Mecklenburg-Strelitz zusammenschließen. Hintergrund sind rückläufige Zahlen bei den Gläubigen sowie der Pastorenmangel, der auch andere christliche Gemeinden betrifft.

Die neue gemeinsame Gemeinde soll dann den Namen Nils Stensen tragen. Stensen wurde 1638 in Kopenhagen geboren, war Arzt und Forscher, unter anderem in Paris und Florenz, wurde später Bischof in Hamburg und starb 1686 in Schwerin. 1988 hatte Papst Johannes Paul II. Stensen selig gesprochen.

In die gemeinsame Gemeinde bringen die Müritzer 1679 katholische Gemeindemitglieder ein, die Neustrelitzer, zu denen Feldberg und Mirow gehören, sind derzeit 1436 Gemeindemitglieder. Wie in der gesamten etwas überalterten Bevölkerungsstruktur sind die Mitgliederzahlen in Waren, Malchow und Röbel in den letzten Jahren gesunken. Waren 2010 noch 1936 Frauen, Männer und Kinder in der Heilig-Kreuz-Gemeinde, so waren es Ende 2017 noch 1722 und Ende 2019 exakt 1686 katholische Gemeindemitglieder.

“Hauptfaktor für den Rückgang sind die sehr wenigen Taufen und im Vergleich dazu vielen Sterbefälle”, sagt Pfarrer Martin Walz. So wurden im Vorjahr 27 Frauen und Männer aus der Kirchengemeinde beerdigt. Der Altersdurchschnitt der Gemeindemitglieder sei sehr hoch. “Viele sind 60 Jahre und älter, uns fehlen die jungen Eltern.” Viele Leute aus der Kirchengemeinde, die in den 1980er und 1990er Jahren geboren wurden, hätten die Region vor allem aus Arbeitsgründen verlassen und ziehen ihre Sprösslinge inzwischen in Rostock, Berlin, Hamburg oder noch weiter weg auf.

Franziskaner-Ordensbruder Martin Walz soll mit zwei Pastoren, davon einer im Ruhestand, die neue gemeinsame Pfarrei auch führen.


Kommentare sind geschlossen.