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Leichter Anstieg des Pro-Kopf-Abfallaufkommens in M-V

Im Jahr 2024 wurden in Mecklenburg-Vorpommern pro Kopf insgesamt 231,9 kg Haus- und Sperrmüll eingesammelt. Damit stieg das Müllaufkommen 2024 erstmalig seit vier Jahren wieder an. Im Vergleich der vergangenen Jahre wurde der höchste Wert im Jahr 2020 mit insgesamt 235,7 kg je Einwohnerin und Einwohner verzeichnet. Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, lag M-V damit rund 24,2 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Im Jahr 2024 fielen in M-V insbesondere der Landkreis Vorpommern-Greifswald mit 271,9 kg und der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 269,1 kg mit den höchsten Pro-Kopf-Aufkommen von Haus- und Sperrmüll auf. Am unteren Ende des Rankings befanden sich die Landkreise Ludwigslust-Parchim mit 163,5 kg und Nordwestmecklenburg mit 193,4 kg.

Deutschlandweit ist das Aufkommen von Haus- und Sperrmüll im Jahr 2024 erstmals seit 2021 wieder angestiegen, auf nun 186,7 kg je Einwohner. Diese Zunahme steht dem langfristigen Trend von sinkendem Aufkommen des Haushaltsmülls entgegen. Zuletzt war der Trend 2020 durchbrochen worden, als das Pro-Kopf-Aufkommen von 187,0 kg im Jahr 2019 auf 194,0 kg im Jahr 2020 angestiegen ist. Über den gesamten betrachteten Zeitraum ist der Höchststand aus 2004 mit 206,6 kg je Einwohner jedoch nicht mehr erreicht worden. Insgesamt machten Haus- und Sperrmüllabfälle 2024 rund 41 Prozent der gesamten Haushaltsabfallmenge aus, welche durch öffentliche Entsorgungsdienstleister erfasst werden.

Im deutschlandweiten Vergleich hatte auf Kreisebene die kreisfreie Stadt Bremerhaven mit 351,0 kg das höchste Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Sperrmüll. Dahinter folgte die kreisfreie Stadt Bottrop mit 325,0 kg je Einwohner. Die niedrigsten Pro-Kopf-Abfallmengen konnten die Landkreise Calw (Baden-Württemberg) mit 70,9 kg und Aschaffenburg (Bayern) mit 71,1 kg aufweisen. Insgesamt fiel das Aufkommen in Ballungsräumen höher aus als in ländlicheren Gebieten. Ausnahmen hierzu bildeten Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg mit einem überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Aufkommen des Haus- und Sperrmülls in allen Kreisen.

Zu den Faktoren, die regionale Unterschiede erklären können, gehören unter anderem finanzielle Aspekte (Höhe der Entsorgungsgebühren, Angebote von privaten Entsorgungsdienstleistern), das Ausmaß der Sensibilisierung der Bevölkerung für die Müllvermeidung und /-trennung sowie außergewöhnliche Anstiege der Abfallmenge z. B. aufgrund von lokalen Wetterereignissen wie Starkregen und Überflutungen.

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