Mit 171 km/h mitten durch die Stadt gerast

12. Juli 2023

Sportlich: Demminer Polizisten standen gestern am späten Abend für Geschwindigkeitskontrollen in der Jarmener Straße. In Blickrichtung Stadtmitte bemerkten sie ein Fahrzeug, das in etwa 500 Meter Entfernung sehr stark beschleunigte. Der junge Fahrer brachte es dann sage und schreibe auf 171 km/h, was nach Abzug der Toleranz immer noch einen vorwerfbaren Wert von 164km/h und damit eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von 114km/h bedeutet. Doch gebremst hat der Fahrer trotz roter Kelle zunächst  nicht.

Ein Beamter hat sich mit der Leuchtkelle auf die Fahrbahn begeben, um Anhaltesignale zu zeigen. Dieser Beamte ist aus Sicherheitsgründen nur bis zur Mitte der Fahrbahn gegangen, da auf Grund der hohen Geschwindigkeit davon ausgegangen werden konnte, dass der Fahrzeugführer sein Fahrzeug nicht rechtzeitig zum Stehen bringen kann. Das Fahrzeug, ein VW GTD, fuhr ohne zu bremsen an dem Beamten vorbei in Richtung Ortsausgang Demmin. Plötzlich bremste der Fahrzeugführer sehr stark ab, um dann in die Jarmener Chaussee in Richtung Biogasanlage abzubiegen.

Die Beamten folgten dem Fahrzeug und konnte dieses kurze Zeit später in der Jarmener Chaussee an einer Hecke geparkt feststellen. Es befanden sich keine Personen im bzw. am Auto. Bei der anschließenden Überprüfung der unmittelbaren Umgebung konnten die Beamten den 22-jährigen deutschen Fahrzeughalter antreffen. Sie belehrten ihn als Beschuldigten im Strafverfahren wegen des verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Der Demminer bestätigte, dass er vom Hafen in Demmin über Jarmener Straße bis zur Jarmener Chaussee gefahren ist. Er gab aber an, nichts von der Geschwindigkeitsüberschreitung und auch -messung mitbekommen zu haben. Weiter gab er an, dass er nicht alleine im Fahrzeug war und rief daraufhin seine Freundin. Die ebenfalls 22-jährige Deutsche kam dann hinter der Garage hervor und ging zu den Beamten.

Eine Atemalkoholkontrolle beider Personen hat 0,0 Promille ergeben. Auf Grund des Verdachts des Verbotenen Kraftfahrzeugrennens haben die Beamten Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg gehalten, die die vorläufige Beschlagnahme des Führerscheins des 22-Jährigen anordnete. Die Beamten belehrten den Beschuldigten, dass er bis zur gerichtlichen Entscheidung kein Fahrzeug mehr im öffentlichen Straßenverkehr führen darf.

Die Ermittlungen dauern an.


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