
Insbesondere bei der sogenannten Brachytherapie wird das 3D-Bildgebungssystem angewendet. Bei dieser internen Strahlentherapie wird eine umschlossene radioaktive Strahlenquelle in direkter Umgebung des Tumors im Körper platziert. So können die Tumorzellen zielgerichtet bestrahlt werden. „Anhand des mobilen CT-Rings können wir während des Eingriffs genau sehen, ob sich der Applikator mit der Strahlenquelle an der richtigen Stelle befindet und ausschließlich das betroffene Areal bestrahlt wird und gegebenenfalls die Position korrigieren“, erklärt die Medizinphysikerin Heike Vogel. Auf diese Weise können nun auch Tumoren, die sich in einem schwer zugänglichen Bereich befinden, zielgerichteter bestrahlt werden. Der CT-Ring kann im OP flexibel bewegt werden, sodass für jeden Patienten je nach Krankheitsbild optimale Aufnahmen entstehen. Über zwei große Bildschirme sowie eine Handkonsole können die Aufnahmen direkt eingesehen und beurteilt werden.
Das neuartige mobile Bildgebungsverfahren wird bereits zur intraoperativen Bestrahlungsplanung bei Patienten mit Brustkrebs, gynäkologischen Krebserkrankungen sowie bei Prostatakrebs und Kopf-Hals-Tumoren eingesetzt. Das Team der Unimedizin Rostock kooperiert mit dem Hersteller, um die noch junge Technik fortlaufend weiterzuentwickeln, damit diese künftig auch bei anderen Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.
Bild: Medizinphysikerin Heike Vogel und Prof. Dr. Guido Hildebrandt können mit dem neuen Gerät Tumore noch zielgerichteter bestrahlen.
Foto: Unimedizin Rostock







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