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Noch mehr Zeitverzug in der Goethestraße – Weitere Bäume müssen fallen

12. April 2019

Wieder eine Verzögerung: Auch der neue Fertigstellungstermin für die Sanierung der Goethestraße am 30. April kann nicht gehalten werden. Wie Bürgermeister Norbert Möller erklärte, gibt es derzeit Probleme mit Bäumen, so dass man jetzt von einer Fertigstellung des letzten Bauabschnittes bis zum 31. Mai ausgeht. Das, was Norbert Möller als „Probleme mit Bäumen“ bezeichnete, heißt, dass noch einmal fünf Bäume, die eigentlich erhalten werden sollten, gefällt werden müssen. Und das hat einen Grund.

Wie Jürgen Wilhelm, Sachgebietsleiter Umwelt und Forsten in der Stadtverwaltung, auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer erklärte, sei man zunächst davon ausgegangen, dass die fünf Linden, die an der Straße zwischen der Einfahrt zum Turnplatz und der Mozartstraße stehen, dort bleiben können. Eine genaue Untersuchung habe es nicht gegeben. Während der jetzigen Tiefbauarbeiten habe man nun aber festgestellt, dass die Bäume, die Anfang der 90er Jahre gepflanzt wurden, über einem Asphaltband stehen. Und das befindet sich nur einen Meter unter den Wurzeln der Linden. „Deshalb ist die Standsicherheit nicht auf Dauer gegeben. Der Landkreis sehe das genauso, jetzt müssen aber noch einige Verbände wie der BUND und der NABU beteiligt werden“, erklärte Jürgen Wilhelm. Mit einer Fällung rechnet der Sachgebietsleiter deshalb erst im Mai.

Für die fünf Bäume, die verschwinden müssen, sollen in Waren insgesamt 15 neue gepflanzt werden – fünf davon wieder am bisherigen Standort, dann allerdings ohne Asphalt unter den Wurzeln.

Der geplante Fertigstellungstermin für die Sanierung der Goethestraße in insgesamt drei Abschnitten war eigentlich im November vergangenen Jahres. Seit Februar 2017 wird die Goethestraße umfangreich ausgebaut, schon im ersten Bauabschnitt gab’s Probleme, unter anderem machten die vielen Wurzeln der Bäume mehr Schwierigkeiten als angenommen. Aber auch in der weiteren Folge traten nach Auskunft der Stadtverwaltung immer wieder unvorhersehbare Ereignisse ein, die den Zeitplan ins Wanken brachten. Unter anderem durch viele Niederschläge und hohe Grundwasserpegel.

Zahlreiche Anwohner, die zum Teil erhebliche Einschränkungen auf sich nehmen müssen, sehnen das Ende der Arbeiten herbei. Aber nicht nur sie. Auch Frauen und Männer, die zu einem der Mediziner ins Ärztehaus müssen, hadern mit der momentanen Situation. Menschen, die dringend auf ein Auto angewiesen sind, bekommen in der Nähe der Praxen kaum Parkplätze, und auch zu Fuß ist das Haus aus einigen Richtungen nur beschwerlich zu erreichen.

Alles in allem kostet die Sanierung der Straße 1,4 Millionen Euro, die Stadt hat 366 600 Euro Fördermittel erhalten. Hinzu kommen die nicht unerheblichen Kosten für die neuen Strom-Gas-Wasser- und Abwasserleitungen.


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