
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das Bewertungssystem für Lebensmittel unter die Lupe genommen und auf ihrer Internetseite Hintergrundinformationen zur Berechnungsmethode veröffentlicht sowie 25 Produkte exemplarisch mit dem Nutri-Score gelabelt.
Warum schneiden Hähnchenfilets besser ab als Rostbratwürste und Rahm-Spinat besser als Blattspinat mit Frischkäse? Warum ist Schokopudding empfehlenswerter als Schoko-Mousse? Wieso sollte man eher zu einer Nuss-Nougat-Creme mit höherem Haselnussanteil greifen? Die Hamburger Verbraucherschützer erläutern die Berechnung des Nutri-Scores und gehen dabei auch auf Ausnahmen einzelner Lebensmittel wie Käse oder Cola ein.
Der Nutri-Score ist eine farbliche Nährwertkennzeichnung, die verschiedene Eigenschaften eines Lebensmittels zusammenfasst und auf einer fünfstufigen Skala – von einem grünen A bis zu einem roten E – bewertet. In das Label fließen also nicht nur einzelne Komponenten wie Zucker oder Fett, sondern auch der Obst- oder Gemüseanteil im gesamten Lebensmittel ein.
„Von Fischstäbchen bis Cola – wir haben den Nutri-Score beispielhaft für insgesamt 25 Produkte berechnet und diese gelabelt. Sogar Nutella gibt es bei uns mit dem Nutri-Score“, berichtet Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg.
In Deutschland wollen vorerst die Unternehmen Danone, Iglo, Bofrost und Mestemacher ihre Produkte mit dem Nutri-Score kennzeichnen. „Damit Verbraucherinnen und Verbraucher einen wirklichen Nutzen haben, sollte der leider noch freiwillige Nutri-Score möglichst schnell verpflichtend für alle Anbieter werden“, fordert Ernährungsexpertin Schwartau.
Weitere Informationen zum Nutri-Score, zur Berechnungsmethode und eine Bilderstrecke mit Beispielprodukten sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter: www.vzhh.de/nutri-score












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