Fast 3000 Unterschriften für eine Schwimmhalle in Waren für die Tonne? So sieht’s momentan aus. Und Schuld daran ist wohl allem Anschein nach die Gutmütigkeit des streitbaren FDP-Stadtvertreters Toralf Schnur. Der hat mit seinen Mitstreitern die Unterschriften für eine Schwimmhalle gesammelt, sich dann aber wohlwollend auf einen „Deal“ eingelassen, um Kosten für die Stadt zu sparen. Doch genau diese Gutmütigkeit scheint den Liberalen und Schwimmhallen-Fans jetzt zum Verhängnis zu werden.

Die Fraktionen begründen das mit dem geplanten „Aqua Regia Park“ auf dem Nesselberg. Dort sei neben dem Tauchturm auch ein Schwimmbad vorgesehen. Deshalb, so die Antragsteller, soll solange abgewartet werden, bis klar ist, ob dieses Vorhaben kommt oder nicht.
FDP-Politiker Toralf Schnur erklärte nach dem Beschluss, jetzt doch das von ihm vornherein angestrebte Bürgerbegehren durchsetzen zu wollen. Doch die Rechtsaufsicht des Kreises macht ihm einen Strich durch die Rechnung und erklärt, dass das Bürgerbegehren nicht zulässig ist. Heißt, die knapp 3000 Unterschriften, die von der FDP und ihren Anhängern für eine Schwimmhalle gesammelt wurden, sind null und nichtig.

Hört sich kompliziert an, ist es auch. Aber, um es kurz zu sagen: Knapp 3000 Unterschriften für eine Schwimmhalle sind Dank der – das muss ihnen lassen – klugen Schachzüge der CDU/SPD-Koalition in Waren – nichts mehr Wert. Es sei denn, es gibt eine neue Aktion.
Wir haben Toralf Schnur erreicht und einen mehr als enttäuschten FDP-Politiker erlebt: „Ich weiß noch gar nicht so recht, was ich sagen soll. Wir haben mit vielen Helfern diese Unterschriften gesammelt. Wir haben tolle Gespräche mit den Bürgern geführt. Und wir wollten die Kosten für einen Bürgerentscheid sparen und werden deshalb jetzt bestraft. Das muss ich erst einmal verarbeiten. Die Stadtvertreter haben mich regelrecht verar..,“, so Schnur.
Der Wille der Warener werde komplett ignoriert und weggebügelt. Man warte angeblich auf den Aqua Regia Park und lasse deshalb sinnvolle Zeit verstreichen, um endlich dafür zu sorgen, dass Warener Schulkinder vernünftig und nicht in einem überteuerten Wellness-Bad Schwimmen lernen können.
Trotz aller Enttäuschung kündigte Schnur an, nicht aufgeben zu wollen. Seine nächsten Schritte seien allerdings noch nicht spruchreif.







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