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Plastikgalerie Schlosskirche: „Liebesbande“ aus drei Jahrhunderten

26. April 2018

Für die Menschen ist die Liebe ein ewig lebendiges Thema. In der Bildhauerkunst ist es eines der ältesten und reicht weit in vorchristliche Zeit zurück. Seine Aktualität hat sich bis in unsere Gegenwart erhalten. Die aktuelle Ausstellung „Liebesbande“ in der Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz umfasst Darstellungen der Liebe aus drei Jahrhunderten. Gezeigt werden 28 Werke von 18 Bildhauerinnen und Bildhauern, unter ihnen Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Johann Gottfried Schadow, Theo Balden, Gerhard Marcks, Fritz Cremer, Stephan Sinding, Max Kruse  u.a. Aus Österreich kommen Arbeiten von Joannis und Annemarie Avramidis.

In der Ausstellung liegt der Fokus nicht allein auf dem Eros zwischen Mann und Frau in Gestalt des Liebespaares. Vielmehr wird der Versuch unternommen, den Begriff der Liebe in Bezug auf die Bildhauerkunst differenzierter zu betrachten.

So zeigt die Ausstellung Plastiken, deren Gehalt beispielsweise an die antike Mythologie, die christliche Nächstenliebe, die elterliche oder Geschwisterliebe gebunden ist. In jedem Fall geht es um die Liebe zwischen den Menschen. Selbst eine Einzelfigur, wie Ernst Barlachs „Russische Bettlerin I“ aus dem Jahr 1907, die auf den ersten Blick als themenfern erscheint, rührt an die Menschenliebe in uns. Unabhängig von jeder Differenzierung in der Betrachtungsweise des Themas „ist die Liebe ein je geschichtlich konkretes, sexuell-erotisches, moralisches und sozial wie kulturell mehr oder minder sublimiertes Verhältnis zwischen Mann und Frau.“, wie es in der Ausstellungsinformation heißt.

Die Ausstellungseröffnung findet am Sonnabend, 28. April, um 15 Uhr in der Schlosskirche Neustrelitz, Hertelstraße, statt. Die Ausstellung läuft bis zum 22. Juli. Geöffnet ist die Plastikgalerie Schlosskirche Neustrelitz dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Bild: Käthe Kollwitz, LIEBESGRUPPE, 1913 – 1915, Bronze, copyright Käthe Kollwitz Museum Köln
Foto: C. Goldberg, S. Fuis

 


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