
Dieser Unfall im Januar vergangenen Jahres hat für großes Entsetzen in Waren und Umgebung gesorgt. Erst recht, als nach und nach klar wurde, dass es kein Unfall im klassischen Sinne war. Am 23. Januar 2025 stießen in der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisenstraße im Gewerbegebiet Waren-Ost zwei Autos frontal zusammen. Aber wie es aussieht, nicht einfach so. Am 14. April beginnt am Landgericht Neubrandenburg der Prozess gegen einen 28 Jahre alten Kosovaren, dem die Staatsanwaltschaft versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung sowie gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorwirft.
Der Angeklagte soll mit seinem Auto die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße befahren und die im Gegenverkehr in ihrem Pkw befindliche Geschädigte wahrgenommen haben. Weiter heißt es: „Der Angeklagte habe mit der Geschädigten eine konfliktbelastete On-Off Beziehung geführt. Der Angeklagte habe sodann den Entschluss gefasst, einen Frontalzusammenstoß zu verursachen, wobei er den Tod der Geschädigten zumindest billigend in Kauf genommen habe. Er habe daher sein Fahrzeug auf ca. 78 km/h beschleunigt und unmittelbar auf die Gegenfahrbahn gezogen, wobei es planmäßig zum Frontalzusammenstoß gekommen sei. Der Angeklagte habe dabei heimtückisch und mit gemeingefährlichen Mitteln gehandelt, so dass die Tat als versuchter Mord zu werten sei.“
Infolge der Kollision sei Frau lebensgefährlich verletzt worden. Aufgrund einer Einblutung im Hirninneren und eines schweren Schädel-Hirn-Traumas musste sie in ein langanhaltendes Wachkoma versetzt werden.
Der Angeklagte befindet sich aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Waren vom 26. November 2025 in Untersuchungshaft. Er zog mit seiner Familie nach dem Unfall aus Waren weg.
Für den Prozess sind zunächst acht Verhandlungstage angesetzt.








