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Renner bei Rentnern: Vereinfachte Steuererklärung immer beliebter

19. Juli 2019

Vor zwei Jahren startete Mecklenburg-Vorpommern ein Pilotprojekt: Für Rentner sollte die Steuerklärung einfacher und verständlicher werden. Offenbar mit Erfolg: Waren es anfangs nur einige hundert Rentner, die den Service nutzten, sind es allein im ersten Halbjahr dieses Jahres schon über 13.000.
Von Anfang an verfolgte das Bundesministerium der Finanzen das Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern mit großem Interesse und unterstützt das Land daher auch bei der Erweiterung des Verfahrens.

So können die Rentner seit diesem Jahr auch Spenden, haushaltsnahe Dienstleistungen und die sogenannten „außergewöhnlichen Belastungen“ (etwa hohe Arztrechnungen, die von der Krankenkasse nicht getragen werden) dem Finanzamt zur Berechnung der Steuer mitteilen. Die meisten anderen wesentlichen Daten sind den Finanzämtern ohnehin bekannt. Schon seit vielen Jahren übermitteln Rentenversicherungsträgern, Versicherungen und Krankenkassen ihre Daten direkt an die Finanzbehörden.

Für die Rentner bedeutet das vor allem deutlich weniger Aufwand als in der Vergangenheit. Ein Service der daher immer häufiger genutzt wird: Von zunächst 722 Teilnehmern im Jahr 2017 stieg die Zahl im vergangenen Jahre bereits auf 7.995. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es nun schon 13.525 Rentenempfänger, die das vereinfachte Verfahren nutzten.

„Wir können den Rentnern die Steuererklärung zwar nicht ersparen, aber wir können bürokratische Hürden senken. Jeder freut sich, wenn die Steuererklärung vereinfacht wird. Wir sind stolz darauf, mit unserem Projekt beispielgebend für andere zu sein“, so Finanzminister Reinhard Meyer. Denn seit Mai dieses Jahres wird der Service nun auch in Bremen, Brandenburg und Sachsen angeboten.


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