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Schlagzeilen-Haus verkauft – Weiter Streit mit Familie Krause

27. November 2018

Das Kapitel „Günther Krause“ ist für die Unternehmerfamilie Szustak aus Knüppeldamm und auch für die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft noch immer nicht ganz abgehakt. Wie „Wir sind Müritzer“ erfuhr, laufen bei der Anklagebehörde auch Monate nach dem aufsehenerregenden Streit immer noch Ermittlungen wegen Verdachts des Betruges. Sie richten sich gegen den einst prominenten CDU-Politiker und seine Frau, die den Finckener Ortsteil Knüppeldamm im Frühjahr nach mehreren gerichtlichen Ultimaten schließlich verlassen hatten (WsM berichtete).

Dazu soll es im Dezember ein Gespräch zwischen den Ermittlern, Krause und dessen Anwalt Peter-Michael Diestel geben. Der Betrugsverdacht stammt aus der Zeit, in der Krauses das Siedlungshaus bewohnten, das Szustaks als damalige Eigentümer luxuriös ausgebaut und ausgestattet hatten.

Der Fall hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil Krauses das große Haus möbliert übernommen hatten und 459 000 Euro als Kaufpreis zahlen sollten. Nachdem es dazu nie kam, war die Familie des Ex-Politikers verklagt und zur Räumung aufgefordert worden. Das passierte dann auch. Am 30. April übergab Anwalt Diestel die Schlüssel an den Anwalt der rechtmäßigen Eigentümer.

Jetzt – sieben Monate später – ist das Wohnhaus der Szustaks nach Informationen von WsM an andere Interessenten verkauft worden. Trotzdem ist für den Hamburger Anwalt Arne Trimpop die Sache noch nicht beendet. Der Jurist muss unter anderem 3000 Euro einfordern, die Krauses einer Firma schulden sollen, die die Swimmingpools in ihrer „Wohn“-Zeit dort gewartet und gereinigt haben sollen.

Und auch Nutzungsentschädigung will Anwalt Trimpop noch für seine Mandanten, wie er es schon im Frühjahr ankündigte. Szustaks sei durch das Wohnen Krauses, ohne zu bezahlen,  ja Miete für zwölf Monate entgangen. Bei monatlich 1500 Euro für ein Haus mit 300 Quadratmeter Wohnfläche, so wurde berechnet, wären das noch 18 000 Euro für ein Jahr.


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