Schulkinder und Eltern werden nach Todesfall begleitet

15. September 2023

Nachdem das Polizeipräsidium Neubrandenburg über den Todesfall eines Kindes in Pragsdorf  informierte, sind vom Bildungsministerium alle Notfallmaßnahmen eingeleitet worden, um die Mitschüler des verstorbenen Kindes sowie die Eltern, die Lehrkräfte der Schule und weitere Betroffene bestmöglich zu betreuen. „Für uns alle steht jetzt die Trauer und die Hilfe bei der Bewältigung dieses schrecklichen Ereignisses im Mittelpunkt,“ sagte Simone Oldenburg. „Während uns der Todesfall höchst betroffen und sprachlos zurücklässt, ist es unsere Aufgabe und Pflicht, nun die Familien und Freunde, Mitschüler sowie Lehrkräfte dabei zu unterstützen, mit der unfassbaren Situation umzugehen. Ihnen gilt mein tief empfundenes Mitgefühl.“
Unterdessen laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren.

Nach Bekanntwerden des tragischen Geschehens waren umgehend zwei Schulpsychologinnen des örtlich zuständigen Staatlichen Schulamts Neubrandenburg an der betroffenen Schule vor Ort. Auch die zuständige Schulrätin unterstützt die Lehrkräfte der Schule. Im Laufe des Freitags wurden alle Lehrkräfte sowie der Vorsitz der Schulkonferenz und des Schulelternrats informiert. An alle Eltern wurde ein Brief mit entsprechenden Unterstützungsangeboten des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS) versandt.
In der Schule wurde ein Trauerort eingerichtet. Am Freitag und nach dem Wochenende stehen weiterhin Schulpsychologinnen und Schulpsychologen für Einzel- und Gruppengespräche vor Ort zur Verfügung. Selbstverständlich begleitet der ZDS die Betroffenen auch am Wochenende telefonisch.

Ab Montag wird für eine Woche an der gesamten Schule auf Tests verzichtet. Auch eine schulaufsichtliche Begleitung ist über den gesamten Zeitraum sichergestellt. Weitere Maßnahmen werden im Laufe der kommenden Woche getroffen.

In Pragsdorf liefen die Ermittlungen heute den gesamten Tag über auf Hochtouren. Anwohner wurden befragt, zahlreiche Polizisten – auch Taucher und Spürhunde – durchkämmten die Umgebung auf der Suche nach dem Tatwerkzeug. In der Nähe des Gebüsches, in dem der Junge gefunden wurde, ist ein Messer entdeckt worden. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist noch nicht klar.

Der Sechsjährige wurde gestern Abend von seinen Eltern als vermisst gemeldet und später von Feuerwehrleuten mit massiven Stichverletzungen im Gebüsch gefunden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Foto: Felix Gadewolz


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