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Tipps von Vier Pfoten: Vergiftungen bei Heimtieren vorbeugen

21. April 2019

Tiere können sich schnell im häuslichen Umfeld ihres Halters vergiften, denn alltägliche Produkte und Pflanzen können Hund, Katze und Co. gefährlich werden. „Schon kleine Mengen an Lebensmitteln, die für uns Menschen harmlos sind, können bei Tieren zu Vergiftungserscheinungen führen“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN, und erklärt, worauf Tierhalter achten sollten.
Einige unserer häufigsten Lebensmittel sind für unsere Haustiere giftig. Je nach aufgenommener Menge können sie Reaktionen wie Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall auslösen.

„Hierzu zählen Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, aber auch Mandeln, Pekan- und Walnüsse. Trauben und Rosinen können Nierenversagen bei Tieren auslösen und Schokolade kann für Herzrhythmusstörungen, Zitteranfälle und im schlimmsten Fall für den Tod des Tieres verantwortlich sein. Bedenkliche Nahrungsmittel sollte man also nicht unbeobachtet herumliegen lassen, sondern so lagern, dass sie für die Tiere unerreichbar sind“, erklärt Sarah Ross.

Medikamente und Chemikalien außer Reichweite aufbewahren

Substanzen, an denen sich Heimtiere vergiften könnten, sollten außer Reichweite in verschlossenen Behältnissen aufbewahrt werden. Hierzu zählen alle Arten von Medikamenten und Chemikalien. „Werden sie von Tieren aufgenommen, kann dies zu Magen-Darm-Störungen, Geschwüren oder Leber- und Nierenversagen führen. Besondere Vorsicht ist vor Frostschutzmittel geboten. Es enthält die süßlich schmeckende Substanz Ethylenglykol, weshalb Frostschutzmittel gern von Hunden aufgeleckt wird. Unbehandelt kommt es zu schweren Nervenschädigungen, Krämpfen und Nervenversagen“, so die Heimtierexpertin.

Vorsicht vor Pflanzen

Neben giftigen Pflanzen wie Goldregen, Herbstzeitlose, Holunder und Kirschlorbeer lauern weitere Gefahren, zum Beispiel durch den Einsatz von Schneckenkorn, Rattengift und Unkrautvernichtungsmittel. Auch Zierpflanzen im Haus können die Gesundheit der Tiere schädigen. „Aloe Vera, Calla, Amaryllis und Weihnachtsstern enthalten starke Gifte. Werden Bestandteile der Pflanzen von Tieren verschluckt, kann das zu Reizungen der Schleimhäute, Durchfall, Erbrechen, Apathie, Zittern, Krampfanfällen und im Extremfall zum Tod führen“, erklärt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN.

VIER PFOTEN empfiehlt: Chemische Reinigungsmittel für den Haushalt, Mittel zur Schädlingsbekämpfung sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel lassen sich mühelos durch tierfreundliche Alternativen ersetzen. Organische Präparate helfen bei der Haus- und Gartenpflege und sind für Tiere und Umwelt unbedenklich.
Weitere Informationen: https://www.vier-pfoten.de/unseregeschichten/ratgeber-heimtiere


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