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Tod von Leonie: Prozess gegen Stiefvater beginnt

22. September 2019

Am kommenden Dienstag, 24. September, beginnt der Prozess gegen den Stiefvater der sechsjährigen Leonie, die Anfang dieses Jahres durch die Misshandlungen des Angeklagten ums Leben gekommen sein soll. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wirft dem Angeklagten vor, in der Zeit von November 2018 bis zum 12. Januar 2019 die 6-jährige Tochter und den 2-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in Torgelow wiederholt misshandelt zu haben.

Am 12. Januar soll der Angeklagte dem Mädchen unter anderem massive stumpfe Gewalteinwirkungen gegen den Kopf beigebracht haben, die unter anderem zu Blutungen im Gehirn führten. Nachdem sich daraufhin der Gesundheitszustand des Mädchens deutlich verschlechtert habe sowie Verhaltensauffälligkeiten und Orientierungslosigkeit eingetreten seien, soll es der Angeklagte bewusst unterlassen haben, rechtzeitig den Rettungsdienst zu informieren, um die Entdeckung seiner vorangegangenen Gewalttätigkeiten durch eine mögliche Aussage des Kindes vor den Behörden zu verhindern. Die kleine Leonie verstarb.
Die Schwurgerichtskammer des Landgerichtes hat für die zunächst 13 anberaumten Hauptverhandlungstermine die Vernehmung von ca. 40 Zeugen und mehreren Sachverständigen vorgesehen.
Der Angeklagte befindet sich seit dem 21. Januar Untersuchungshaft.


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