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Triebwagen kollidiert mit Seeadlern – Beide Tiere tot

19. August 2020

Tragisch, aber wohl nicht zu verhindern: An der Mecklenburgischen Seenplatte sind zwei Seeadler bei einem Unfall mit einem Zug verendet. Der Vorfall ereignete sich nach Informationen der Bundespolizei  heute Morgen auf der Bahnstrecke Pasewalk-Neubrandenburg-Teterow-Bützow.
Die beiden majestätischen Großvögel hatten sich vermutlich an sogenanntem Fallwild – also Aas – zu schaffen gemacht. An Gleisen sind immer wieder tote Tiere zu finden, von denen sich Seeadler und andere Vögel ernähren.

Der Triebwagen aus Pasewalk stieß wohl zwischen Oertzenhof und Neetzka, östlich von Neubrandenburg, mit beiden Vögeln zusammen. Ein Seeadler – eventuell das Weibchen – überlebte nicht. Der zweite Seeadler wurde an der Frontseite an einem Puffer eingeklemmt und erst in Neubrandenburg befreit. Fachleute konnten ihn bergen und in tierärztliche Behandlung bringen.

Das Tier hatte aber so schwere Brüche am Flügel und an einem Bein, dass den Fachleuten nichts anderes übrigblieb, als das Tier einzuschläfern. Der Adler hätte nie wieder fliegen können, sagte ein Experte.

Durch die moderne Zugtechnik seien die Bahnen oft so leise, dass Wildtiere sehr spät wahrnehmen, wenn die Züge heranrauschen. Und die Seeadler schaffen es dann manchmal nicht mehr, rechtzeitig abzuheben. Der Triebwagen musste in Neubrandenburg ausgewechselt werden, was ein Viertelstunde Verspätung nach sich zog.


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