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VIER PFOTEN rät dringend zum Besuch einer Hundeschule

16. März 2021

Der große Wunsch vieler Menschen nach einem eigenen Hund reißt nicht ab – auch, weil die Corona-Krise weiter anhält. Die globale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN rät frischgebackenen Hundehaltern dringend zum Besuch einer Hundeschule. Grundsätzlich gilt: Ein Heimtier sollte niemals aus einem Impuls heraus, sondern nur nach gründlicher Überlegung angeschafft werden. Die andauernde Corona-Pandemie und damit verbunden die vermehrt freie Zeit durch Homeoffice und wenige Freizeitgestaltungsmöglichkeiten ist derzeit für viele Menschen ein Grund, jetzt einen Welpen einziehen zu lassen. VIER PFOTEN gibt allerdings zu bedenken, dass ein Hund je nach Rasse über zehn Jahre alt werden kann.

Für die erfolgreiche Sozialisierung und Erziehung von Hunden ist gerade die Welpenphase besonders prägend. Ein akutes Problem ist, dass je nach Bundesland viele Hundeschulen geschlossen sind oder diese lediglich Einzelstunden anbieten können.

„Wir appellieren an alle menschlichen Hundeeltern und solche, die mit dem Gedanken spielen, einen Welpen aufzunehmen, eine Hundeschule zu besuchen. Gerade beim ersten Hund sind noch viele Unsicherheiten vorhanden – beispielsweise bei der Erziehung. Dass derzeit viele Tiere nicht ausreichend sozialisiert werden, weil Hundeschulen ihre Kurse nicht in vollem Umfang anbieten können, ist ein großes Problem. Die Leidtragenden sind am Ende die Tiere. Daher gilt: Im Zweifel lieber auf Einzelstunden zurückgreifen als ganz auf das Training zu verzichten“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN.

Sozialisierungs- und Prägungsphase bestimmt das weitere Leben

Ab der vierten Woche beginnt für Welpen die wichtige Sozialisierungs- und Prägungsphase, die je nach Hunderasse bis zur 16. Woche dauern kann. Welpen sind in dieser Zeit sehr neugierig und reagieren stark auf Reize aus ihrer Umwelt. Die jetzt gewonnenen Eindrücke prägen das spätere Verhalten des Hundes. Deshalb ist es wichtig, dass Welpen in dieser Zeit mit verschiedenen Umweltreizen, Artgenossen unterschiedlichen Alters, anderen Tieren und verschiedenen Menschen in Kontakt kommen. Je mehr positive Erfahrungen ein Welpe aus Situationen, die er bewältigen konnte, sammelt, desto gesünder wird sein Selbstvertrauen, um sich auch später nicht leicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Eine gute Hundeschule ist für Tier und BesitzerInnen in dieser Phase eine wertvolle Unterstützung.

Tiere lieber aus dem Tierheim holen und niemals ohne Kaufvertrag anschaffen

VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Tiere bestenfalls im Tierheim adoptiert werden sollten. Aktuell boomt jedoch auch der Online-Handel. Hier rät VIER PFOTEN zur Vorsicht: Die Gefahr ist groß, dass hinter einer vermeintlich seriös wirkenden Anzeige und süßen Hundebildern illegale WelpenhändlerInnen stecken, die viel zu junge und kranke Tiere aus Osteuropa anonym über das Internet verkaufen. Auch sollte bei jedem Heimtierkauf zwingend ein Kaufvertrag abgeschlossen und das gechipte Tier registriert werden.

© VIER PFOTEN / Andreea Balaurea


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