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Warener Polizist veruntreut Verwarngelder

28. September 2014

Polizeikelle Halt PolizeiEin langjähriger Warener Polizeibeamter musste sich unlängst vor dem Amtsgericht Waren verantworten. Der Vorwurf: Veruntreuung. Der 58-jährige soll in fast 200 Fällen Verwarngelder eingesteckt  haben. Das Amtsgericht Waren verurteilte ihn deshalb zu sechs Monaten Freiheitsentzug, ausgesetzt auf Bewährung.

Und auch wenn man meinen könnte, dass die Polizeidienststellen vor Ort diesen Fall lieber unter den Teppich kehren würden, „Wir sind Müritzer“ erhält auf alle Fragen Auskunft. „Ja, das stimmt. Polizisten sind eben auch nur der Querschnitt der Gesellschaft. Wir können uns von solchen Sachen leider nicht freisprechen“, kommentierte Warens Polizeichef Wulf Nehls auf Nachfrage. Der Fall ist kurz, nachdem Nehls seinen Dienst in Waren angetreten hat, aufgedeckt worden. Aufgedeckt durch Kollegen, denen hier und da etwas spanisch vorkam.

Auch Andreas Scholz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, versucht nicht, irgendetwas zu vertuschen. „Ja, der Warener Beamte ist wegen der Veruntreuung von Verwarngeldern verurteilt worden“, bestätigte er. Solange das Strafverfahren lief, ruhte das ebenfalls eingeleitete Disziplinarverfahren. Das wurde jetzt wieder aufgenommen und soll in den nächsten Wochen beendet sein. Welche Strafe den Polizisten intern erwartet, ist allerdings unklar. Schlimmstenfalls muss er seinen Hut nehmen. Solange das Disziplinarverfahren läuft, ist der 58-Jährige vorläufig des Dienstes enthoben. Das Disziplinarverfahren wird von der Dienststelle Neubrandenburg geführt.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ hat der 58-Jährige Verwarngelder, die er in bar kassierte, in fast 200 Fällen selbst behalten. Dem Vernehmen nach sollen den Beamten, der bis dahin als sehr zuverlässig galt, private Probleme dazu getrieben haben.


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