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Warenerin geht mit Bürgermeister-Kandidaten ins Gericht

26. August 2020

Zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl in Waren hat uns ein Leserbrief von Regina Cleemann erreicht. Die Warenerin setzt sich darin sehr kritisch mit der Entwicklung der Müritzstadt auseinander und endet mit einem bitteren Fazit: “Ich stehe am 13. September vor einem Problem: Ich sehe keinen Kandidaten, dem ich mit gutem Gewissen die Entwicklung unserer Stadt in den nächsten Jahren zutraue.”
Hier ihre Argumente:

Die Stärke unserer Stadt entsteht nun mal vor allem aus der traumhaften Verbindung von Wasser, natürlichem Grün und Wohnflächen.  Und diese Stärke schwindet immer mehr. Das Wasser zieht sich zurück. Man betrachte nur die Wasserfläche an der Kuhtränke, die seit Jahren in Konkurrenz tritt mit dem flachen Strand am Kölpinsee.

Und wir reagieren, indem wir dem Uferbereich immer mehr natürliches Grün wegnehmen. Man schaue nur mal auf das Gelände des ehemaligen Sägewerkes. Was für ein Ausblick! MareMüritz sei Dank oder wie der Volksmund schon treffend interpretiert: Urlauben im Schuhkarton.
Protzig in übelster – eigentlich längst überwunden geglaubter – Spar-Achitektur der letzten austauschbaren Plattenbauten triumphieren sie über das üppige Grün, das eine Fläche geboten hätte für einen wunderbaren Park in einer der schönsten Gegenden von Waren.

Von den eigentlichen Problemen Lichtjahre entfernt

Das “Müritzpalais” versteckt sich schamhaft hinter dem alten Baumbestand der Kietzanlage. Aber näher darf man nicht kommen. Mir kommen fast die Tränen , wenn ich den Umfang, den die kalten Betonflächen einnehmen, wahrnehme. Wie bescheiden und harmonisch fügte sich der “Müritzring” in die Landschaft. Aber was nicht genügend Geld bringt, musste weg.

Während die Malchower Stadtväter Wert legten auf den Erhalt von Traditionsgebäuden ihrer Stadt musste hier alles weichen. Das einzige Haus ist noch das Bahnhofshotel. Der Rundbau, das Kreiskulturhaus auf dem Mühlenberg, das Müritzhotel, alles weg. Filetstücke muss man eben möglichst teuer verkaufen.
Das Schlimme an dieser Entwicklung ist, es ist kein Ende abzusehen. Die Bürgermeisterkandidaten versprechen das Blaue vom Himmel. Von den eigentlichen Problemen sind sie alle – ohne Ausnahme – Lichtjahre entfernt.

Grausame Täuschung am Bahnhof

Dem noch amtierenden Bürgermeister Norbert Möller stelle ich die Frage nach den Ersatzflächen für das aus dem Stadtbild verschwundene Grün.
Herr Schnur, der endlich bezahlbaren Wohnraum verspricht, hat sich vielleicht auch Gedanken gemacht über die zunehmende Zahl an Ferienwohnungen. Warum fehlt denn der Wohnraum bzw. warum wird er teurer ? Welche Schritte unternehmen Sie, um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten?

Herrn Holz, mit dem so schönen Nachnamen – und seinen Beratern fiel leider in der Phase des immer mehr verschwindenen Grüns in der Stadt kein treffenderer Slogan ein, als “Gut Holz für Waren”. Vielleicht machen Sie sich Gedanken über die Weiterentwicklung unseres Mausefallen-Bahnhofs. Wer als Rollstuhlfahrer oder Reisender mit schwerem Gepäck fröhlich den langen barrierefreien mittleren Bahnsteig passiert hat, sieht sich grausam getäuscht. In welche Richtung er auch will, links oder rechts, die uralten Treppen, an denen ich schon in den 80-er Jahren mit meinem Kinderwagen scheiterte, sind ein
unüberwindbares Hindernis.

Die Natur rächt sich

Wir brauchen in Zukunft keine Tauchtürme, Parkhäuser und andere Gebäude, die das Grün der Stadt weiterhin ruinieren. Wir brauchen verantwortungsvolle Stadtväter, die mit einer klugen Politik die Stärke unserer Stadt erhalten und nutzen.

Ich bezweifele, dass ein singender Chef eines Hausmeisterservice und ein Warener mit abenteuerlicher Vergangenheit dieser Aufgabe gewachsen sind.

Und genauso skeptisch stehe ich der Politik des jetzigen Bürgermeisters und den Versprechungen der anderen Kandidaten gegenüber. Wenn wir so weitermachen, rächt sich die Natur auch bei uns. Und dann gibt es nichts mehr, was den Titel Luftkurort verdient.

Das Tückische ist, wenn man das erst merkt, ist es zu spät.

Ich stehe am 13. September vor einem Problem: Ich sehe keinen Kandidaten, den ich mit gutem Gewissen die Entwicklung unserer Stadt in den nächsten Jahren zutraue.

Regina Cleemann, Waren


40 Antworten zu “Warenerin geht mit Bürgermeister-Kandidaten ins Gericht”

  1. S. sagt:

    Mein Gott, die Frau Cleemann hat hier aber den Nagel auf den Kopf getroffen. Seit Jahren ärgere ich mich über die angesprochenen Punkte der Mißwirtschaft mit unseren natürlichen Ressourcen und über meine eigene Machtlosigkeit. Danke für diesen Leserbrief!

  2. SB sagt:

    Sehr wahre Worte…..P.S. ich habe am 13. das gleiche Problem

  3. Eine Warnerin sagt:

    Dieser Artikel spricht mir als Warnerin aus dem Herzen. Ich finde in den Kandidaten auch keine Politik wieder, die ich für Waren gut fände. Im Sommer überlaufen und im Winter tot, das ist unsere Stadt geworden, zuviel Urlauberunterkünfte und zuwenig grün in der Stadt. Die Ziele, die die Kandidaten haben sind nicht das, was die Stadt jetzt braucht. Die Kandidaten müßten viel konkreter werden. Ich möchte gerne für meine Stadt wählen gehen. Eine Warnerin

  4. Knoblauch sagt:

    Die Frau cleemann hat sowas von recht, das Problem haben sehr viele Bürger am 13. September. Aber jetzt ist vor der Wahl, und dann ist es nach der Wahl.

  5. Liz sagt:

    Danke für den tollen Leserbrief – alles passend beschrieben!!!

    Eine kleine Ergänzung zu “Das “Müritzpalais” versteckt sich schamhaft hinter dem alten Baumbestand der Kietzanlage. ”
    Die wenigen übriggebliebenen alten Bäume sind leider ein Schatten ihrer selbst. An den Ästen wurden sie ordentlich gestutzt und viele mussten ganz weichen. Leider führte damals auch zusammen mit dem NABU kein Weg dahin, den wertvollen alten Baumbestand zu retten. Ein Park wäre hier bestens plaziert gewesen.

    Stimmt, die Wahl ist schwierig. Auf jedenfall stimme ich für eine Veränderung. Besser einem “Neuen” eine Chance geben, als weiter wie bisher.

  6. Ronald Schützler sagt:

    Waren 1989 und Waren heute…..Welch ein Unterschied und was für eine lebenswerte, wunderschöne Stadt ist Waren heute. Wir vergessen sehr schnell. Freuen wir uns und suchen nicht permanent Dinge, die Einzelnen missfallen. Ich unterstelle, dass sich die Warener UND ihre Gäste hier sehr wohl fühlen und den Blick für die einmalige Schönheit und das Erreichte nicht verloren haben. Wir werden von Auswärtigen stets beneidet. Dank an alle, die die bisherige Entwicklung AKTIV mit begleitet haben. Und den Leidenden (meist anonym) sage ich: Alles wird gut. Liebe Grüße, Ronsld Schützler (Und liebe Regina, hier haben wir unterschiedliche Blickwinkel)

    • Ole Bienkopp sagt:

      Danke Ronny für deine doch so wahren Worte!

    • Raiko sagt:

      Herr Schützler, Sie vermengen hier Sachen, die nicht zusammen gehören. Frau Cleemann hat nicht geschrieben, daß seit 1989 in Waren nichts passiert ist oder Waren nicht lebenswert ist. Sie hat sich aber sehr genau mit der Entwicklung in den letzten Jahren auseinandergesetzt. Und da trifft sie den Nerv sehr vieler Einwohner, denn so gut die Entwicklung auch in den ersten Jahren nach der Wende war, so bedenklich ist sie seit einigen Jahren. Verantwortlich dafür ist auch Ihr CDU-Kandidat Holz, der ja seit vielen Jahren in der Stadtvertretung arbeitet und bisher nicht gerade mit guten Ideen für die Stadt von sich Reden gemacht hat. Aber aus dem finanziell gut abgesicherten Ruhestand und mit Haus in bester Lage Warens kann man die Entwicklung schon mal durch die rosarote Brille sehen.

  7. Petra sagt:

    Ja Waren ist schön…und bei Urlaubern hier die Begeisterung groß…auch Warener sehen die Schönheit der Stadt. Aber sie kennen auch die Entwicklung und das Plattmachen von Liebgewonnenen…die unendlichen Bebauung auf allen Ecken. Versprechungen werden nicht umgesetzt. Beispiel Müritzpalais: Hier sollte wie beim Rundbau Gastronomie mit Blick auf die Müritz entstehen. Kein Betreiber? Was interessieren die Versprechen von gestern. Es gibt diese Abläufe überall… da ist es jawohl normal die Dinge anzusprechen. Ich weiß am 13.auch nicht wo ich mein Kreuz mache und ich habe mich umfassend informiert und nachgefragt bei den Kandidaten. Man kann sich auch was gut reden Herr Schützler

  8. H.Haape sagt:

    Lieber Herr Schützler,

    recht haben Sie! Es gibt eben immer unterschiedliche Ansichten. Ich jedenfalls bin froh, in einer wunderschönen Stadt zu leben. Das Bahnhofshotel mit dem Müritzpalais zu vergleichen, da habe ich doch so meine Zweifel…Das viel gebaut wird und damit auch Geld und Arbeitsplätze in die Stadt kommen, dass ist der heutigen Zeit geschuldet und gut so. Anderen Regionen im Land geht es da wesentlich schlechter zumal viele einheimische Firmen gutes Geld mit den Investitionen verdient haben und Arbeitsplätze gesichert wurden.
    Und ja, unserer Verwandschaft und Freunde beneiden uns in der Tat um dieses Fleckchen Erde.
    Aber zum Wahlboykott aufzurufen.. Nun ja, das hätte die Dame ja mal vor 35 Jahren versuchen sollen. Zum Glück leben wir in einer Demokratie und können frei unsere Meinung äußern. Ich bin jedenfalls froh, dieses Kapitel hinter mir gelassen zu haben und lebe gerne in der heutigen Zeit. Für einige ist das Glas eben immer halbleer….

    • Wie sie richtig schreiben, gibt es immer unterschiedliche Meinungen, die Meinungen von anderen zu akzeptieren, gehört auch zu einer Demokratie. Jemandem mit einer anderen Meinung allerdings etwas zu unterstellen, was nicht wahr ist, ist kein feiner Stil: Frau Cleemann hat NICHT zu einem Wahlboykott aufgerufen, sondern lediglich gesagt, dass sie nicht weiß, wen sie wählen soll. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

  9. Warenerin sagt:

    Liebe Frau Cleemann,

    danke für den tollen Leserbrief! Ich bin nach langer Zeit wieder in meine Heimatstadt zurückgekehrt. Auch ich frage mich nun, wenn ich wählen soll!

    Dass der Fokus der Stadtentwicklung nur auf dem Tourismus liegt, finde ich auch zunehmend beunruhigend. Es ist wie Sie schreiben: Im Sommer überfüllt und im Winter totenstill. Als Warenerin gehe ich im Sommer sehr ungern in die Innenstadt oder an den Hafen. Es ist einfach zu voll! Der ganze Radverkehr durch die Innenstadt ist nicht durchdacht. Als Radfahrer mit Kindern ist es in der gesamten Innenstadt unsicher. Vom Radweg am Hafen möchte ich gar nicht anfangen!!

    Im Winter hat die Stadt kaum etwas zu bieten. Für die Kinder und Jungendlichen gibt es kaum Angebote. Eine nette Diskothek gibt es gar nicht. Wo sollen die Jungendlichen in einer sicheren Umgebung mal tanzen gehen?! Wo können sich Jugendliche an kalten Tagen in den Abendstunden nach 20:00 (Schließzeit Joo!) treffen? Wo können sie mal feiern?

    Waren ist zu einem Ort der Altenpflege und zu einer Touristenhochburg geworden. Was wird jedoch für die Anwohner getan? Es scheint, als müssten Anwohner als Angestellte nur für die Altenpflege und die Tourismusbranche irgendwo untergebracht werden.

    Das MareMüritz hätte in einer Bauweise errichtet werden müssen, die dem Bild der Stadt als historische Altstadt entsprochen hätte. Ich hoffe und warte darauf, dass es durch Begrünung irgendwie schöner wird. Leider Fehlanzeige, große Bäume werden nicht gepflanzt. Die Urlauber sollen freien Blick auf die große Flachwasserzone haben. Bei dem aktuellen Wasserstand frage ich mich, wie dort ein Yachthafen entstehen soll?! Es ist ein trauriger Anblick.

    Ein großes Problem für Waren ist die Verkehrsbelastung und der Lärm. Man hört kaum etwas über geeignete Maßnahmen zum Schutz der Anwohner. Die gesamte Gegend um den Bahnhof herum ist zudem von ständigem Lärm belastet, der von den Gewerbebetrieben ausgeht. 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag. Hat einer der Kandidaten dieses grosse Problem im Auge??

    Thema Bahnhof: Wann wird der Unterführung fertig sein? Wann wird es einen Fahrstuhl geben? Warum wird die Unterführung nicht auch vorausschauend erweitert, so dass man von dort unter der Straßenkreuzung Mozartstr./Teterower Str. direkt hinter dem Joo! rauskommt?

    Und wie wäre es mit mehr Kunst & Kultur in der Stadt? Aber nicht nur für den Tourismus!

    Thema Schwimmhalle. Ich denke, dass dies gerade für Kinder und Jugendliche ein Ort wäre, der an kalten Tagen eine Attraktion wäre. Und ganz wichtig finde ich den Schwimmunterricht. Wir sind umgeben von Seen und es müsste über die Schulen einen regulären Schwimmunterricht geben. Kosten hin oder her, eine Stadt wie Waren sollte sich eine Schwimmhalle leisten können.

    Tja, und wen wählt man nun?!?!

    • Loriot sagt:

      Sie wollen also die Unterführung am Bahnhof am liebsten verlängern bis zum Jugenzentrum Joo.
      Schön unter der Kreuzung Teterower Straße – Schwerinder Damm – Mozartstraße….
      Mal von den Baumaßnahmen abgesehen (Vollsperrung Hauptverkehrsstraße – Umleitung – Tiefbau – Umverlegung Abwasserrohre etc.), kommen da utopische Kosten zustande.
      Mich wundert es daher nicht, dass sie, egal was es kostet, eine Schwimmhalle wollen.

      Bei den anderen Punkten stimme ich Ihnen allerdings ausnahmslos zu!

      Bei den großen Bautätigkeiten in Waren sollte niemand überrascht sein:
      Mehrere Stadtvertreter sitzen in der jetztigen Stadtvertretung oder saßen in der letzten Stadtvertretung, die mit Immobilien und Bautätigkeiten ihr Geld verdienen.
      Frank Müller (AfD) – Immobilienmakler
      Toralf Schnur (FDP) – Immobilienverwalter
      Christian Holz (CDU) – Immobiliensachverständiger
      Ingo Warnke (MUG) – Bauunternehmer Tiefbau
      Rene Drühl (CDU) – er oder zumindest die Ehefrau haben mehrere Immobilien

      Auf die schnelle habe ich diese Infos gefunden und vielleicht hat der eine oder andere weitere Stadtvertreter (auch von anderen Parteien) auch mit Immobilien zu tun, aber mich wundert da schon lange nichts mehr bei den Entscheidungen.
      Gab es nicht sogar mehrere Stadtvertreter, die im Nachgang Ferienwohnungen gekauft haben bei den Projekten, die sie selbst beschlossen haben?

      • Warner Bürgerin sagt:

        Ja so eine Unterführung würde sicherlich viel Geld kosten, aber aus meiner naiven Sicht als Bürgerin und mit den Augen einer Urlauberin fänd ich das toll. Zumal es ein sicherer Übergang für Bahnreisende allgemein und Kinder mit dem Ziel Joo! wäre. Aus der Nordstadt (u.a. mit dem Wohngebiet Wiesengrund) kommen sicherlich viele Kinder. Na ja, das ist auch nicht mehr wichtigstes Anliegen.

        Mich stört viel mehr der Lärm in der Stadt und der Touristenwahn!

        Wie Herr Süß schreibt: es fehlt zB an einer Tennishalle, an einer Veranstaltungshalle usw. Der Jungend muss etwas geboten werden, damit sie nicht nur die Flucht aus dem verschlafenen und stark alternden Waren ergreifen. Es braucht keine Investitionen mehr für noch mehr Tourismus! Und vor allem kein Parkhaus in der Innenstadt! Waren ist eine kleine Altstadt und als solche sollte die Innenstadt möglichst autofrei sein.

        Gibt es irgendwo eine Art Zusammenfassung über die Kandidaten und ihre Ziele? Ich finde nicht wirklich ausreichende Informationen.

  10. Eckhard Kloth sagt:

    Vielen Dank an Regina Cleemann für ihren engagierten Leserbrief, der ja immerhin schon mal eine ganz nette Debatte initiiert hat. In der Tat ist keiner der Kandidaten überzeugend, was die Erhaltung unserer Natur angeht. Wenn der Herr Schmidt, das ist jener Mensch, der als „Tauchturminvestor“ unseren Bürgermeister und die Stadtvertretung jahrelang zum Narren gehalten hat, nicht so ein Hochstapler gewesen wäre, dann hätte „Mare Müritz“ bereits eine ebenso nicht gerade hübsch zu nennende Bebauung in der Nachbarschaft. Aber man möchte das Gelände ja weiterhin für ein Projekt im Bereich “Gesundheitstourismus” offen halten. Da dürfen sich die Freunde des Betons schon freuen. Vielleicht geht auch mal etwas im Einklang mit der Natur? Es gibt an verschiedenen Orten der Welt dafür gute Beispiele. Sicher gibt es immer ökonomische und soziale Sachzwänge, aber wie sehr sich ökologische Sünden rächen, sieht man schon in anderen Urlaubsgegenden. Letztlich hängt es aber nicht allein von einem Bürgermeister ab, wie wir den Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie hinbekommen, sondern von uns Bürgern, unseren Stadtvertretern und den zuständigen Behörden. Und zu guter Letzt: natürlich hat sich unsere Stadt in der Zeit seit 1989 zu einem wirklich attraktiven Urlaubsort weiterentwickelt. Ich bin immer wieder begeistert, wie schön es hier ist. Soll es auch bleiben :-)

  11. Ich sagt:

    Komisch. Sonst waren einige Bürgermeister Kandidaten immer sehr schnell mit dem Schreiben. Hier hört man von keinem was. Frau Cleemann spricht mir wirklich aus der Seele. Mich würde es nicht wundern wenn über die Hälfte der Bürger nicht wählen gehen würde. Nur leider würde das auch nichts ändern. Ein Bürgermeister der nicht Muh noch Mäh sagt, einer der noch nicht mal einen Abschluss hat, einer Hausmeister usw usw. Kein Bürgermeister für mich dabei. Den angehenden Bürgermeistern geht es nur um Urlauber. Für unsere Jugend bzw Nattur wird rein gar nichts gemacht. Sie der Betonklotz am Hafen. Wäre es da nicht schön gewesen ein Park hinzusetzen? Erst hieß es, der Klotz sei nur für Urlauber gedacht. Ganz ehrlich. Wieviele Leute wohnen da bereits fest? Genauso wird es mit Mare Müritz werden. Da hat man doch vor der Eröffnung auch schon welche drin wohnen gesehen. Jetzt soll gegenüber evtl noch ein Parkplatz bzw Parkhaus entstehen. Hallo? Gehts noch? Noch mehr grün weg?

  12. Martin Süß sagt:

    Danke Frau Cleemann für Ihren Leserbrief, der hier vor der Wahl endlich mal eine Debatte startet, bei der es auch um die Interssen der Warener Bürger geht.
    Mich plagen auch ungute Gefühle, dass es sich bei jeglicher Stadtplanung, wie Sie in den letzten mindestens 2 Jahrzehnten vollzogen wurden, meist nur um die Interessen von Urlaubern geht, die für ein paar Monate Gast in unserer Stadt sind.
    An die Warener Bürger aber, die das ganze Jahr hier leben, wird nicht gedacht.
    Ich will nicht leugnen, dass Waren sich positiv entwickelt hat und zum großen Teil vom Tourismus lebt und leben muss. Auch den vielen Hoteliers und Restaurantbesitzern sei es gegönnt ihren meisten Umsatz in der Hauptsaison zu machen.
    Es sind auch wunderbare Objekte wie z.B. das Müritzeum entstanden, das ich selbst mit meiner Enkelin als Jahreskartenbesitzer mindestens 1 x pro Monat besuche.
    Auch die Müritzsaga auf der Freilichtbühne finde ich toll und macht unsere Stadt nicht nur über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
    Aber wie geht es nach der Saison weiter, wenn die Urlauber weg sind!
    Waren fällt in einen Winterschlaf, und die Bürgersteige werden hochgeklappt.
    Keine Schwimmhalle, keine Tennishalle, keine Mehrzweckhalle für größere Veranstaltungen, Konzerte oder Sportevents!
    Wir brauchen keine neuen Hotels und Ferienwohnungen mehr, die unnütz die Natur und Grünflächen in der Stadt zerstören.
    Und wir brauchen auch kein Parkhaus als neuen Betonklotz mitten in unserer Stadt, wie es ein Bürgermeisterkandidat vorschlägt.
    Die Entscheidung wo ich zur Wahl mein Kreuz mache fällt mir ebenfalls sehr schwer.
    Aber vielleicht haben Sie Frau Cleemann diese Debatte noch rechtzeitig vor der Wahl eröffnet und es nimmt der eine oder andere Bürgermeisterkandidat noch mal Stellung zu den hier angesprochenen Themen um uns die Entscheidung des Kreuzes auf dem Stimmzettel leichter zu machen.
    Also liebe Bürgermeisterkandidaten nutzt die Möglichkeit hier bei „Wir sind Müritzer“ und nehmt Stellung zu angesprochenen Kritiken. Noch ist Zeit und dieses Portal wird von fast jedem Warener gelesen.

  13. Ja, Vieles richtig, meine ich. Dennoch ist unverkennbar, daß Waren sehr schön ist und daß der “sanfte Tourismus” des Jürgen Seidel schwere Spuren hinterlässt. Als ich vor Jahren darauf hinwies, daß wir zu viel Zerstörung hin nehmen und daß mich des Öfteren Touristen ansprachen und sagten, sie kämen seit Jahren zu uns im Urlaub, aber nun wäre damit Schluss, denn alles wird zugebaut, Natur verschwindet und wir machen dieselben Fehler wie Urlaubszentren in den Altbundesländern vor Jahrzehnten und Mittlerweile ist es so, daß sie zu Hause am Baggersee bleiben können, da sparen sie Reisestress, da war man mir gegenüber sehr abfällig. Politiker, achtet auf sowas. Nicht nur auf Stimmenfang. Das entscheidet über Warens Zukunft, scheint aber der Politik nicht bewusst zu sein oder aber es wird bewusst verdrängt. Will jeder nur das schnelle Geld?

  14. Micha sagt:

    Also, der Frau Cleemann kann man keinen Vorwurf machen ! Sie hat eben nur gesagt das sie in einen Tunnel schaut aber kein Licht am Ende sieht . Absolut verständlich ,dass Problem haben viele . Klar haben sich viele Dinge zum positiven entwickelt aber seit einiger Zeit eben auch viel in eine andere Richtung . Es wurde gebaut und saniert viele Jahre so das es ins Stadtbild passt und zu einem attraktiven Städtchen wurde zum wohlfühlen. Und dann kamen die großen Betonwüsten in bester Lage für viel Geld . Für viele Warener selbst mit guten Verdienst oder Rente nicht erschwinglich . Da wächst der Unmut und treibt den Preis für Wohnraum in die Höhe. Neuere Projekte liegen ja schon in der Pipeline wo gebaut wird und dann teuer verkauft wird in bester Lage. Manche ,sollten hier nicht mehr bauen dürfen oder nur so das es in die Welt passt wo nicht nur Rendite im Vordergrund steht . Ja wen soll man wählen????? Wenn wir was verändern wollen , müssen wir wohl jemand neuen vertrauen schenken für 7 Jahre ! Denn wenn wir beim alten bleiben , dann wird es wohl die nächsten 7 Jahre so weiter gehen . Also bleibt nur der Versuch der Veränderung viel mehr schief gehen kann ja nicht . Der Bürgermeister ist ja nur Chef der Verwaltung aber die Stadtvertretung hat und sollte ja auch ein kreatives Händchen zeigen . Aber der Bürgermeister, sollte natürlich Wirtschaftlich und Politisch einen klaren Gedanken im Kopf haben der vielen Bürgern im Dorf von Nutzen ist . Ja für mich sind zwei Kandidaten schon vor Wochen aus dem Rennen gewesen den ich weder das eine noch das andere zu Traue ! Sorry ein fleißiger Hausmeister und ein Überlebenskünstler kommen da nicht in Frage . Das Bislang amtierende Oberhaupt leider Gottes auch nicht mehr . Also bleiben da nur zwei übrig eventuell bringt junges Blut ja Schwung in den verklemmten Kreislauf . Ich hoffe nur das kreative und kluge Ideen unseren weiteren Weg ebnen .

    • Klaus S. sagt:

      “bleibt nur der Versuch der Veränderung viel mehr schief gehen kann ja nicht”

      Aufpassen – Ein Herr Schnur kann sehr viel schiefes produzieren.

      Aufpassen – Fast alle Entscheidungen, die hier kritisiert wurden, hat die Stadtvertretung beschlossen oder abgesegnet – nicht der Bürgermeister allein.

      Aufpassen – Die Ideen eines Kandidaten sollten nicht nur gut klingen, sondern auch umsetzbar sein.
      Rechtlich (nicht gegen Verordnungen und Gesetze verstoßen), politisch (Mehrheiten in der Stadtvertretung sind erforderlich) und finanziell (langfristige Kosten beachten) müssen die Ideen am Ende auch umgesetzt werden und da zweifel ich bei so manchen Ideen auf den zahlreichen Flyern, die in den letzten Wochen in den Briefkästen lagen.

  15. Kati sagt:

    Alles schön und gut, jedoch frage ich mich immer wieder : warum wird hier nur gemeckert? Jeder hat doch die Chance es besser zu machen – sich selbst aufstellen zu lassen. 1000 Ideen haben, die immer ” um einiges schlauer” zu sein scheinen, aber den Job an sich will dann doch keiner machen. Lange Texte schreiben kann jeder, getraut haben sich aber nun mal nicht viele einen Schritt weiter zu gehen. Diese Kandidaten dafür jetzt zu strafen ist in meinen Augen nicht der richtige Weg. Dazu anhand der derzeitigen Tätigkeiten die Auswahl zu bewerten ist einfach nicht in Ordnung .

  16. Gerd Mischewski sagt:

    Noch ein besorgter Bürger
    Natürlich geht es nur um Geld. Posten sichern und weiter so. Jahrelang vergeuden unsere sogenannten Stadtvertreter wertvolle Zeit und Steuergeld für einen Tauchturm.
    Obwohl der Investor in Süddeutschland als Scharlatan bekannt war. Mit breiter Brust wirbt der Verantwortliche für das Desaster 🤔 „ Waren bleibt stark“ mit schwammigen Konzepten. Ein anderer baut gleich eine Schwimmhalle in Waren. Seit Jahren die gleichen Parolen . Wie kommen diese Schönredner nur an ihre gut bezahlten Posten ??? Die Linken wollen, laut Presse, mit ihren über 4000 Stimmen, den Tauchturm Träumer wieder ins Amt hieven, toll, noch Fragen ???

  17. Katja sagt:

    Liebe Frau Cleemann,
    auch ich sehe die aktuellen Entwicklungen in unserer Stadt mit zunehmender Sorge und danke Ihnen für diesen wirklich sehr treffenden Leserbrief.

  18. Thomas Splitt sagt:

    Liebe Leser. Hätten Sie meine Wahl Kampf Veranstaltung besucht wüssten Sie das ich mich gegen Hotel Neubauten, gegen das Verkehrs Chaos in der Innenstadt und zur Parkplatz Situation geäußert habe. Weiterhin habe ich die Vision Jung und Alt in Entscheidungen einzubinden und der kleinen Frau und dem kleinen Mann eine Stimme zu geben. Ich habe nicht nur kritisiert sondern habe konkrete Lösungen vorgeschlagen. Ich bin der Meinung . Nur wer sich ernsthaft Informiert kann auch konkret Mitreden.

  19. Waltraud Zimdars sagt:

    Sehr geehrter Herr Splitt,
    wer in fünf Zeilen 16 (sechzehn!) Fehler macht, kann kein Bürgermeister werden. Sie hätten sich lieber an der Volkshochschule für einen Rechtschreibkurs anmelden sollen.

    • Konfuzius sagt:

      Wobei mir persönlich aber ein Bürgermeister mit Rechtschreibfehlern aber ohne Privatinteressen lieber ist, als ein Bürgermeister, der im Diktat immer eine 1 hatte, aber dafür die Stadt in den finanziellen Ruin steuert und selbst von neuen Bebauungsgebieten finanziell profitiert.

  20. Schulz sagt:

    Sage nur abwarten!!
    Wer dann das Rennen macht wird sich im September als Bürgermeister wird sich entscheiden.
    Aber wie jetzt es läuft zur Zeit ist es nicht besser..

  21. Kerstin sagt:

    Hallo Konfuzius !
    Sehr gewagt, solche Behauptungen aufzustellen. (Anonym natürlich)
    Ich hoffe, Sie haben dafür Beweise, bezüglich des finanziellen Profits !

    • Konfuzius sagt:

      Ich meinte nicht den aktuellen Bürgermeister!

      Ich habe nur die Befürchtung (!), dass ein zukünftiger neuer Bürgermeister sehr stark von den Entscheidungen im Immobilienbereich profitieren könnte und sich genau deshalb zur Wahl stellt um einige Weichen zu stellen.
      Das mit dem finanziellen Ruin meinte ich bezogen auf die Schwimmhalle. Wer sich dort die Zahlen mal genau anschaut, der sieht eine sehr große Finanzierungslücke im jährlichen Unterhalt und die wird die Stadt arm machen.

  22. Simon Simson sagt:

    Wahl Kampf Veranstaltung
    Hm, Herr Splitt! Sie müssen doch bald das, was Ihr künftiges backoffice (früher Sektretärin) tippt, korrekturlesen. Bald freue ich mich jedesmal auf das Warener Wochenblatt.

  23. Geht auch ohne :D sagt:

    So nachdem ich mir das alles durchgelesen habe bin ich schockiert wie hier über den Tourismus in unserer Stadt geschrieben wird, gefühlt hat hier wirklich niemand verstanden wer der Stadt das Geld bringt!
    Die Touristen haben sicher auch negative Seiten in unserer Stadt, insbesondere wenn der Verkehr dadurch stockt, die Fussgängerzone bei Festlichkeiten überfüllt ist usw. aber primär bringen uns die Touristen Geld!
    Fragt doch mal Unternehmer ob die auf Touristen verzichten können!
    Was glaubt ihr würden euch Autohausbetreiber, Tankstellenbetreiber, Brillenlädenbesitzer, Fahrradhändler, Bäcker, Restaurantbesitzer, Hotelbesitzer oder irgendein Ladenbesitzer aus der langen Straße sagen?
    Diese ganzen Unternehmer bezahlen Gewerbesteuer und sichern Arbeitsplätze in der Region und dieses Geld wird wieder ausgegeben, vielleicht sogar für ein Ferienhaus, was wieder Menschen bauen müssen und dadurch das Baumaterialien sehr schwer sind kommen die normalerweise auch aus der Region zumindest wird sich keiner Beton aus dem Ausland liefern lassen um sein Fundament zu gießen!
    Hier muss ich lesen das sich manche eine Gelegenheit zum tanzen nach 20:00Uhr wünschen, also falls damit eine Diskothek gemeint sein sollte frage ich mich was mit dem Upstairs ist und dabei erinnere ich mich noch an die Zeit als es das KKH gab, damals haben alle näheren Anwohner Streß gehabt mit den Partygängern weil die ihre Bierflaschen in die Vorgärten geworfen haben, überall hingekotzt haben und teilweise wurden sogar Autospiegel abgetreten haben, also ich finde das Upstairs reicht und wem es nicht reicht der soll sich in ein Auto setzen!
    Ich kann zumindest das Geschimpfe auf unsere Hotelanlagen nicht nachvollziehen, immerhin sichern diese Firmen unsere Arbeitsplätze aber arbeiten will ja irgendwie kaum einer. Wie kommt es eigentlich dazu das in unseren ärmeren Vierteln auf Speermüllhaufen oft Sachen zu sehen sind die man leicht auf Ebay zu Geld machen könnte? Ich behaupte mal das da Leute dank Hartz4 eine neue Einrichtung bekommen und Wertsachen wegschmeissen weil Sie es können und das sind die Leute die sich dann beschweren das sie kein Geld haben und die regen sich auch noch am meisten über Touristen auf mit ihren dicken Autos usw., eine Neidkultur die den Fehler immer bei anderen sucht statt sich Gedanken zu machen was man selber tun kann um seine Situation zu verbessern, viele Menschen haben einfach das falsche Mindset!
    Es wäre auch viel hilfreicher wenn die Leute hier ganz klar schreiben würden was sie sich wünschen und warum sie sich das wünschen!
    Ich brauche nicht unbedingt eine Schwimmhalle um meinem Nachwuchs das Schwimmen beizubringen, denn ich habe es im See gelernt und wenn man eine Schwimmhalle haben möchte gibt es in Röbel die MüritzTherme!
    Ach und im Winter kommen übrigens auch Touristen hier her nur werdet ihr die meistens nicht so oft draußen sehen weil es kalt ist, immerhin seht ihr im Winter ja auch weniger Warener in der langen Straße aber die wohnen trotzdem in der Stadt!

    Jetzt fühlen sich bestimmt einige auf’n Schlips getreten aber ich möchte daran appellieren das große Ganze zu sehen den dieses egoistische “ich komme zuerst und dann kommt lange nix” Gerede bringt nix, hier geht es um unsere Stadt und der Tourismus ist die tragende Säule Nummer EINS!!!

    • Raiko sagt:

      Ihr Kommentar zeigt sehr deutlich, wo das Problem liegt: Sie kenn nur Schwarz/Weiß-Denken. Entweder man ist FÜR den Tourismus oder GEGEN den Tourismus. Das ist aber eine völlig falsche Herangehensweise. Das hat Frau Cleemann deutlich besser verstanden als Sie.
      Sicher leben hier viele vom Tourismus und wollen es auch weiterhin tun. Aber wenn es so weiter geht wie jetzt, werden sie es bald nicht mehr können. Es geht hier nicht um FÜR oder GEGEN, sondern um das WIE. Wir wollten den sanften Tourismus, doch den gibt es schon lange nicht mehr. Weder der Betonklotz Hafenresidenz noch MareMüritz noch das Müritzpalais sind sanfter Tourismus. Hier hat keiner Wert auf die Schönheit Warens gelegt, sondern nur auf die prall gefüllten Konten.
      Aber wie schreibt Frau Cleemann in ihrem zweiten Brief: Lieber spät als nie. Also, statt aufeinander loszugehen sollten alle gemeinsam versuchen, alles dafür zu tun, dass Waren eine Perle bleibt oder auch erst wieder wird.

      • Geht auch ohne :D sagt:

        Dieses besagte “Schwarz/Weiß-Denken” liegt mir fern und ich denke auch ganz sicher nicht in Schubladen um mir das Leben leichter zu machen wie es viel zu viele Menschen tun!

        Sie schreiben: “Sicher leben hier viele vom Tourismus und wollen es auch weiterhin tun. Aber wenn es so weiter geht wie jetzt, werden sie es bald nicht mehr können.”

        Ich würde da mal gerne wissen warum den nicht?

        Hier ist oft die Rede vom “sanften Tourismus” was bitte soll das den sein? Ein Hotel hat auch hohe laufende Kosten und das sollte klar sein das die Marge schnell negativ wird wenn die Auslastung zu niedrig ist!

        Zum MüritzPalais muss ich echt mal sagen das es schön anzusehen ist und den Platz deutlich aufgewertet hat im Vergleich zum Rundbau der zuvor schon Ewigkeiten nur noch vor sich hin gegammelt hat, damit war der Rundbau am Ende nur noch ein Sinnbild für den Stillstand und das MüritzPalais ist der Fortschritt, welcher Menschen einen Arbeitsplatz bietet! Das MareMüritz mag zwar aus der Entfernung überspitzt an einen U-Boot-Hafen aus dem zweiten Weltkrieg erinnern aber dennoch wird auch dieser Bau Arbeitsplätze in der Region sichern!

        Die angesprochen prall gefüllten Konten gibt es aber nur bei Unternehmern die vorher ein unternehmerisches Risiko eingegangen sind und diese Neidkultur auf den Wohlstand anderer hilft niemanden, statt dessen sollte man sich mal fragen was die alles geleistet haben und ihnen den Wohlstand gönnen, denn dadurch bringen diese Menschen unsere Stadt nach vorne!

        • Liz sagt:

          Statt Müritzpalais hätte ein Park den Standort deutlich aufgewertet. Die tollen alten Buchen usw. hätten weiter das Fleckchen grün wunderbar verschönert. So mussten viele alten Bäume weichen und die anderen wurden gestutzt. Das verstehe ich nicht unter sanftem Touristmus.

          • Geht auch ohne :D sagt:

            Da ist doch immer noch reichlich Grün vorhanden, mit Bänken zum sitzen usw. also wer noch mehr Bäume brauch kann auch gerne in den Wald fahren (mit dem Rad natürlich) und der ist nicht einmal weit weg aber das ist nur meine Meinung!

            Was die Bäume selber angeht habe ich im Nordkurier (vom 26.01.2017) folgende Aussage gefunden:
            „Die im Flurstück Müritz gelegenen Weiden wurden bereits im letzten Jahr zur Fällung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt und seitens des Landkreises genehmigt. Diese Maßnahmen, die der Sicherungspflicht entsprechen, wurden nun ausgeführt.”

            Da steht was von genehmigt wegen Sicherungspflicht. Ich selber bin auch ab und zu mal im Wald unterwegs und nach einem leicht stürmischen Tag liegen dann auch gerne mal dickere Äste auf’m Weg aber die “Sicherungspflicht” möchte ich nicht bewerten!

            Erzählen Sie doch mal bitte wie Sie sich ganz konkret diesen “sanften Tourismus” vorstellen und was Sie tun würden um unsere Stadt nach vorne zu bringen wenn Sie Alleinentscheider wären (am besten mit Erklärung warum bzw. mit Erklärung dazu was Sie glauben was es unserer Stadt bringt)!

    • ich sagt:

      Endlich einmal ein vernünftiges Kommentar hier! Vielen Dank dafür

  24. Konfuzius sagt:

    Für alle, die glaube, dass Waren übermäßig vom Tourismus lebt –
    hier eine offizielle Grafik der Stadtverwaltung:

    https://www.waren-mueritz.de/export/sites/waren/de/bilder/amt6/SV-Arbplaetze_Wirtschaftszweige_2018.jpg

    • In dieser Statistik sieht man das alles was zum Thema Gesundheit und Sozialwesen ein großer Arbeitgeber ist also mitunter unser Krankenhaus, diverse Physiotherapeuten, Apotheken und vielleicht zählt sogar unser Heilbad dazu ABER wenn jemand in einem Gewerbe Geld erwirtschaftet gibt er es in anderen Gewerben wieder aus und diese profitieren dann ebenfalls vom Tourismus!
      Ein simples Beispiel wäre Karberg oder jeder andere beliebige Radhändler der hier auch Räder vermietet oder repariert (von Touristen), dieses Gewerbe gehört sicher nicht in der Statistik zum Gastgewerbe aber die Radhändler profitieren auch davon und man mag es nicht glauben manche Touristen kaufen hier Räder für mehrere tausend Euro und diese erzielten Gewinne bleiben in unserer Stadt!
      Das Baugewerbe profitiert davon das für Touristen Hotels, Radwege und weitere Sachen gebaut werden, zusätzlich bauen sich Unternehmer auch teilweise selber ein Haus und schon wieder profitiert jemand aus dem Baugewerbe vom Tourismus!
      Diese Beispiele ließen sich ewig vorsetzen!

      Im Jahr 2018 gab es einen Touristenrekord in waren mit 800.000 Besuchern und jeder von ihnen hat hier Geld ausgegeben, wer da glaubt das wir auch ohne Touristen (oder deutlich weniger Touristen) da wären wo wir heute sind hat unser Wirtschaftssystem nicht ausreichend gut verstanden aber das ist ja keine Schande immerhin verstehen das nicht sonderlich viele Menschen – LEIDER

  25. BB sagt:

    Frau Cleemann, nach Ihren ausführlichen Ergüssen schließe ich, dass Sie Ihren Lebensunterhalt nicht in der Tourismusbranche verdienen. Sie scheinen etwas weltfremd zu sein.
    Hatte Sie doch seit 30 Jahren die Möglichkeit, aktiv an der Stadtgestaltung mitzuwirken und zwar als Abgeordnete. Da hätten Sie Ihre Vorschläge einbringen können und hätten Einblick in die tatsächlichen Zwänge und Gegebenheiten bekommen.