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Warum eigentlich noch in die Innenstadt?

20. April 2018

Es ist ein Thema, das immer wieder für heftige Diskussionen sorgt. Da gibt es auf der einen Seite das tolle “Politiker-Geschwafel” ala: “Wir müssen unsere Innenstädte stärken, damit sie nicht aussterben.” Und auf der anderen Seite sind es genau diese Politiker, die dafür sorgen, dass man keine Lust hat, überhaupt noch in die Innenstadt zu fahren.

Ein Beispiel, das dafür steht, was jeden Tag in den Innenstädten der Müritz-Region passiert: Neue Brille: Klar. Wir haben doch Optiker in der Stadt, warum also im Internet bestellen? Parkplatz fast vor der Tür, schnell mal rein huschen und die neuesten Modelle anschauen. Es dauert gerade fünf Minuten, da kostet dieser Innenstadtbesuch – ganz ohne neue Brille – etliche Euro mehr. Dank der Ordnungshüter.

Und, ja, sie waren im Recht, ja, es fehlte der Parkschein. Und ja, die Ordnungshüter haben nur ihren Job gemacht.Darum geht es auch gar nicht.

Der Fehler liegt woanders. Nämlich in der Politik. Während einige Städte in Deutschland mindestens eine Stunde kostenlos parken lassen, um die Innenstädte zu beleben, verzichten andere schon ganz auf Parkgebühren in der City, um die Händler zu unterstützen.

An der Müritz geht das leider nicht. Hier wird alles dafür getan, dass auch der letzte Einheimische, der gerne in der Region einkaufen möchte, vergrault wird.

PS: Die neue Brille wird trotzdem in Waren gekauft. Und zwar nicht nur, weil der Optiker spontan meinte, den Knöllchenpreis zu erstatten.


Eine Antwort zu “Warum eigentlich noch in die Innenstadt?”

  1. Liane sagt:

    Naja, es gibt auch noch andere Möglichkeiten in die Innenstadt zu kommen als mit dem Auto. Wer mit dem Fahrrad fährt, trägt mit dem Brillenkauf genauso zur Existenz der Läden bei. Wenn wertvolle Flächen für Stehzeuge kostenlos freigehalten werden, muss ich als Radfahrerin dies mit meinen Kaufpreisen mitbezahlen. Dies bitte ich mitzubedenken.