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Weniger Schwerbehinderte im erwerbsfähigen Alter in MV

29. Oktober 2020

193 970 schwerbehinderte Menschen lebten am Jahresende 2019 in Mecklenburg-Vorpommern. Das entspricht einem Anteil von 12 Prozent an der Gesamtbevölkerung des Landes. Gegenüber der letztmaligen Erhebung im Jahr 2017 ist die Zahl der Personen mit Handicap Angaben des Statistischen Amtes zufolge um 3 Prozent angestiegen. Das sind 6 065 Personen mehr als vor zwei Jahren gezählt wurden.

Als schwerbehindert gelten Menschen, denen ein Grad der Behinderung von 50 und mehr von den Versorgungsämtern zuerkannt sowie ein Ausweis ausgehändigt wurde. Bei jedem Fünften der schwerbehinderten Menschen wurde der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt.

44 Prozent der Menschen mit einer schweren Behinderung waren Ende 2019 im erwerbsfähigen Alter. Im Vergleich zu 2017 verringerte sich die Zahl der Betroffenen in der Altersgruppe von 18 bis unter 65 Jahren um rund 2 300 Personen oder 3 Prozent. Mehr als die Hälfte der schwerbehinderten Personen war älter als 65, rund 8 100 Erkrankte oder 8 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Die überwiegende Zahl der Menschen mit Handicap leiden unter körperlichen Beeinträchtigungen: So waren bei jedem Vierten die inneren Organe bzw. Organsysteme betroffen, bei 13 Prozent die Gliedmaßen in der Funktionsfähigkeit erheblich eingeschränkt und bei weiteren 10 Prozent Wirbelsäule und Rumpf. Auf geistig-seelischen Behinderungen entfielen 16 Prozent. Am stärksten hat sich in den zwei zurückliegenden Jahren die Zahl der Betroffenen mit geistig-seelischen Behinderungen erhöht (+ 7 Prozent), gefolgt von Personen mit eingeschränkter Funktionsfähigkeit von Wirbelsäule und Rumpf (+ 6 Prozent).

Die Ursachen für eine schwere Behinderung sind überwiegend auf allgemeine Krankheiten zurückzuführen. Das war bei 156 400 Personen oder 81 Prozent der Fall. 5 Prozent der Menschen wurden mit einem Handicap geboren, bei weiteren 2 Prozent sind es durch Unfall oder Berufskrankheiten verursachte Behinderungen. Die übrigen 13 Prozent entfallen auf sonstige, mehrere oder nicht bekannte Ursachen.


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