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Wie Günter Grass postum doch noch an die Seenplatte kam

5. November 2015

Pol1Sie heißen „Auf der Suche nach Schönheit“, „Weiterer Schritt“, „Selbstporträt mit Butt“ oder „Sie dominiert“ und sollen zu Gesprächen anregen.

Diese Titel gehören zu Kunstwerken des erst im Frühjahr verstorbenen Schriftstellers und Künstlers Günter Grass (1927-2015), die seit Mittwoch in Neubrandenburg gezeigt werden und zwar bei der Polizei.

 

Pol2Grass hatte die Zusammenarbeit mit den Machern des Polizei-Kunstprojektes „BlauArt“ noch selbst genehmigt, erinnert sich Polizeisprecherin Karen Lütge. Sie und Yvonne Schierhorn hoffen nun auf möglichst viele Gäste, gern auch Schulklassen, die sich das Kunsterlebnis und die möglichen Gespräche mit der Polizei unweit von Bahnhof und Zentrum nicht entgehen lassen wollen. „Wir hoffen ganz stark, dass auch Gäste außerhalb von Neubrandenburg kommen.“

Pol6„Es ist das erste Mal, dass Grass-Werke bei einer Polizei ausgestellt werden“, sagt die Geschäftsführerin der Lübecker Günter und Uta Grass Stiftung, Hilke Ohsoling. Mehr als 60 Arbeiten von Grass sind in den Räumen in der Beguinenstraße zu sehen, nach bisheriger Planung bis Juli 2016. Was nicht alle wissen, Günter Grass war zuerst Künstler und hatte an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, bevor er sich dem Schreiben zuwandte.

Pol4Zu sehen sind in Neubrandenburg vor allem Grafiken, farbige Algraphien, und Plastiken, wie eben „Sie dominiert“ und „Frau mit Pilzhut“. Der Künstler blieb bei seinem Schaffen fast immer sehr gegenständlich, was eine kreative Auseinandersetzung und Interpretation seiner Werke im Gegensatz zu abstrakteren Kunstformen einfacher macht. So schuf er unter anderem eine Reihe von Grafiken zu Märchenmotiven von Hans Christian Andersen oder Tanzreihen.

Interessierte sollten sich bei Karen Lütge oder Yvonne Schierhorn anmelden.
0395 55825003, pressestelle.nb@pi-neubrandenburg.de
oder 0395 5582 5002
Yvonne.Schierhorn@polmv.de

Foto unten: Yvonne Schierhorn und Karen Lütge (rechts) mit der „Frau mit Pilzhut“. Die Organisatorinnen der Ausstellung hoffen auf viele Besucher und laden auch gerne Schuklassen ein.

Text und Fotos: WW

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